nilo Geschrieben 19. August Geschrieben 19. August (bearbeitet) Die S4RS ist seit heute legal unterwegs. Die Rückfahrt vom TÜV habe ich zum Shakedown genutzt - zwei Probleme muss ich noch in den Griff bekommen und brauche etwas input. 1. Die STM Spinnenfeder AHK rutscht leider wieder durch beim anfahren am Berg. Es rattert und Kraftschluss geht kurz verloren. Ich hatte bereits vor einiger Zeit alles gecheckt und gereinigt. Die Kupplung war ursprünglich komplett vergammelt und ich habe Druckplatte, Federn, Korb und Scheibenpaket erneuert ( Newfren) und eingemessen. Bin mit dem Latein am Ende. 2. Der Leerlauf. Ich erinnere mich daran dass mit der OEM Rastenanlage das Getriebe super präzise und knackig zu schalten war. Im Zug der Restauration habe ich eine MR Anlage verbaut. Das Schaltgefühl ist weiterhin stramm aber nicht mehr präzise. Je wärmer der Bock wurde desto mehr Druck braucht es, vor allem in den unteren Gängen. Leerlauf is dann beinahe unmöglich zu treffen. -> Ist das Einstellungssache? Worauf ist dabei zu achten? Das ist der Gerät: Bearbeitet 19. August von nilo 3 ++
Flotter Otto Geschrieben 19. August Geschrieben 19. August Hallo, hübsches Moped! Die S4RS ist etwas ganz besonderes in der Historie der Monster. Man kann sie nur lieben ❤️ Zur Kupplung: Hast Du mal versucht, eine Scheibe durch eine dickere zu ersetzen? 1,5mm durch 2mm oä? Bombierte sitzen richtig? Wie ist das Hebelgefühl? Stramm? Oder mit etwas "Luft" am Anfang? Hast Du dir die Schubstange bzw den Oring darauf angeschaut, ob er fluffig ist? Wenn der dicker wird mit dem Alter kann der leicht klemmen, und wenn er nicht mehr so weich ist und kein Flutschi hat noch mehr. Zur Rastenanlage kann ich nix sagen, die kenne ich nicht an der S4RS. Viel Erfolg beim Basteln David ++
Reddel Geschrieben 19. August Geschrieben 19. August Funktionierte die Kupplung nach deinem Umbau mit er alten Fussrastenanlage oder hast du alles zusammen getauscht? Im 2. Fall könnte das Problem mit dem harten Schalten schlechter Leerlauffindung an einem etwas zu dickem Kupplungspaket liegen und deshalb die Kupplung nicht richtig trennt. Mal ein oder zwei 2mm Scheiben gegen 1,5er tauschen könnte vielleicht dein 2. Problem lösen. Fussrasten und Schaltheben liegen ja jetzt wahrscheinlich weiter hinten, oder? Hast du denn auch eine längere Schaltstange montiert? ++
nilo Geschrieben 20. August Autor Geschrieben 20. August vor 15 Stunden schrieb Reddel: Funktionierte die Kupplung nach deinem Umbau mit er alten Fussrastenanlage oder hast du alles zusammen getauscht? Im 2. Fall könnte das Problem mit dem harten Schalten schlechter Leerlauffindung an einem etwas zu dickem Kupplungspaket liegen und deshalb die Kupplung nicht richtig trennt. Mal ein oder zwei 2mm Scheiben gegen 1,5er tauschen könnte vielleicht dein 2. Problem lösen. Fussrasten und Schaltheben liegen ja jetzt wahrscheinlich weiter hinten, oder? Hast du denn auch eine längere Schaltstange montiert? Die rutschende Kupplung war unabhängig vom Tausch der Rastenanlage. Sprich, erst hatte ich die Kupplung überholt, später dann kam die Rastenanlage. Mit der Paketstärke kann ich nochmal spielen und schauen ob sich da etwas tut. Hat jemand einen Tipp wo es einzelne Stahlscheiben gibt? Ich denke ich habe lediglich eine einzelne 2mm Scheibe übrig. Zur Rastenanlage, ja, Position der Rasten hat sich verändert, eine verstellbare Schaltstange ist aber dabei. Beispielfoto der Anlage: http://www.mr-motorradtechnik.de/08/img/10/exampel/monster1100_li.jpg ++
lunschi Geschrieben 23. August Geschrieben 23. August Deine Beschreibung klingt so als würde die Kupplung nicht nur durchrutschen sondern außerdem auch noch nicht ordentlich trennen. Dafür gibt es viele mögliche Ursachen. Ich persönlich halte nichts von Newfren-Belägen. Der Satz den ich mal kurz gefahren habe war wirklich extrem grottig was die Verarbeitungsqualität angeht. Das sieht man vor allem daran wie sich die Beläge einbetten - das Tragbild. Bei mir gabs nach gut 1000 km noch kein ordentliches Tragbild weil die Dicke der Reibscheiben total ungleichmäßig war. Mögliche Ursachen für schlechtes Trennen: - wellige Stahl- oder Reibscheiben (kann auch mit lokaler Überhitzung zusammenhängen) - ungleich gesetzte Kupplungsfedern - Luft im Nehmerzylinder/-Pumpe - Druckstange krumm - Nehmerzylinder mit zu großem Kolbendurchmesser - Korb und/oder Kern eingeschlagen/verschlissen usw. Kai 1 ++
nilo Geschrieben 23. August Autor Geschrieben 23. August vor 4 Stunden schrieb lunschi: Deine Beschreibung klingt so als würde die Kupplung nicht nur durchrutschen sondern außerdem auch noch nicht ordentlich trennen. Dafür gibt es viele mögliche Ursachen. Ich persönlich halte nichts von Newfren-Belägen. Der Satz den ich mal kurz gefahren habe war wirklich extrem grottig was die Verarbeitungsqualität angeht. Das sieht man vor allem daran wie sich die Beläge einbetten - das Tragbild. Bei mir gabs nach gut 1000 km noch kein ordentliches Tragbild weil die Dicke der Reibscheiben total ungleichmäßig war. Mögliche Ursachen für schlechtes Trennen: - wellige Stahl- oder Reibscheiben (kann auch mit lokaler Überhitzung zusammenhängen) - ungleich gesetzte Kupplungsfedern - Luft im Nehmerzylinder/-Pumpe - Druckstange krumm - Nehmerzylinder mit zu großem Kolbendurchmesser - Korb und/oder Kern eingeschlagen/verschlissen usw. Kai Danke Kai, Welche Hersteller für Beläge kannst du Empfehlen? Also ich checke morgen auf jeden Fall nochmal die Paketstärke und die Einstellung der Rastenanlage, Schaltstange ist nicht ganz im 90 Grad Winkel zur Schalthebellasche. Zu den Möglichen Ursachen - Stahl und Reibscheiben sind Neuwertig. Keine 100km gelaufen - Aktuell Desmoworld Federn. Welches Material wäre hier zu empfehlen? - Negativ. Ist komplett entlüftet an Pumpe und Zylinder. Selten so einen knackigen Druckpunkt gehabt. - Druckstange nehme ich mal in Augenschein - Wie groß ist zu groß? 30mm STM Nehmerzylinder an einer 999 Handpumpe (Kolbendurchmesser weiß ich ad hoc nicht) - Korb und Kern sind Neuwertig. ++
lunschi Geschrieben 25. August Geschrieben 25. August (bearbeitet) Am 24.8.2026 um 00:58 schrieb nilo: Danke Kai, Welche Hersteller für Beläge kannst du Empfehlen? Also ich checke morgen auf jeden Fall nochmal die Paketstärke und die Einstellung der Rastenanlage, Schaltstange ist nicht ganz im 90 Grad Winkel zur Schalthebellasche. Zu den Möglichen Ursachen - Stahl und Reibscheiben sind Neuwertig. Keine 100km gelaufen - Aktuell Desmoworld Federn. Welches Material wäre hier zu empfehlen? - Negativ. Ist komplett entlüftet an Pumpe und Zylinder. Selten so einen knackigen Druckpunkt gehabt. - Druckstange nehme ich mal in Augenschein - Wie groß ist zu groß? 30mm STM Nehmerzylinder an einer 999 Handpumpe (Kolbendurchmesser weiß ich ad hoc nicht) - Korb und Kern sind Neuwertig. Ok damit hast Du schon einen großen Teil der möglichen Ursachen abgedeckt... Ich habe gute Erfahrungen mit Surflex-Belagsätzen gemacht. Man muss da allerdings etwas aufpassen was man bestellt es gibt etliche verschiedene Sätze, für verschiedene Modelle, mit/ohne Antihopping etc.. Schauen kannst Du z. B. bei Kämna. Ich glaube eher nicht das es bei Dir am Schaltgestänge liegt. Wenn Du einen größeren Nehmerzylinder drin hast dann ist natürlich der Ausrückweg beim Auskuppeln reduziert. Neue, noch nicht eingefahrene Belagsätze "federn" noch etwas d. h. geben unter Druck etwas nach. Das gibt sich nach der Einfahrzeit d. h. dann trennt die Kupplung auch besser. Dazu brauchts aber schon so zwei bis drei Tankfüllungen, 100 km ist zu wenig. Du könntest es also erstmal mit Einfahren probieren. Und Du könntest zum Einfahren der Kupplung z. B. den Handhebel an der Einstellschraube etwas weiter vom Lenker weg stellen damit Du etwas mehr Ausrückeweg bekommst. Was Du noch machen kannst: Schau mal ob die Druckplatte im ausgerückten Zustand schön rund läuft oder eiert. Also Kupplung ziehen, das Motorrad bei eingelegtem Gang etwas vor- und zurückschieben und die Druckplatte beobachten. Sie sollte schön rund laufen und keinen Seitenschlag haben. Hat sie einen Schlag dann liegt das evtl. an ungleich starken Federn. Dann kann man durch Unterlegen von Scheiben (z. B. Kupferdichtringen) unter einzelne Federn die Federkraft erhöhen oder durch Unterlegen von U-Scheiben unter Federteller die Vorspannung der Federn reduzieren. Auf diese Weise habe ich schon eine Druckplatte zum richtigen Rundlauf gebracht was dann die Kupplung spürbar besser trennen lässt. Wenn der Seitenschlag der Druckplatte mit einer krummen Druckstange zusammenhängt dann muss diese gerichtet oder ersetzt werden. Kai Bearbeitet 25. August von lunschi 1 ++
nilo Geschrieben Donnerstag um 13:45 Autor Geschrieben Donnerstag um 13:45 Kurzes Update: Habe das Schaltgestänge nachjustiert und darauf geachtet dass die Schaltstange im 90° Winkel zu den Hebellaschen steht -> Schaltpräzision wieder on Point und Leerlauf lässt sich wieder besser treffen. Kraftaufwand zum Schalten steigt jedoch noch je wärmer der Hobel wird. Paketstärke der Kupplung muss ich nochmal ran. Hat jemand evtl. noch ein paar "dünne" Stahlscheiben übrig? Habe hier lediglich noch eine einzelne 2mm Scheibe liegen, das bringt mich nicht weiter. 🙂 ++
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