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Fragen Überwinterung / Langer Stillstand


riveter

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hi, ich habe die ein oder andere Frage zum Thema Überwinterung bzw. Langer Stillstand. 

 

In der Anleitung steht folgendes:

 

Langer Stillstand
Sollte das Motorrad für längere Zeit nicht benutzt
werden, folgende Arbeiten durchführen:


● eine allgemeine Reinigung; -> Das ist klar, bekomm ich hin. 
● den Tank entleeren; -> Wird einfach leergefahren. 
● über die Zündkerzenschächte etwas Motoröl in
die Zylinder geben und die Kurbelwelle von
Hand einige Umdrehungen weiterdrehen und so
einen dünnen Schutzfilm auf den Innenwänden
verteilen; -> Bedeutet? Zündkerzen mit dem 13er raus, Tropfen Motoröl rein, Kurbelwelle drehen. Nur hab ich leider keinen Plan, wie stark ich die Zündkerzen anziehen muss. Hat da jemand eine Idee? 


● das Motorrad auf einem Serviceständer
abstützen; -> Hab ich auch, wird gemacht. 


● die Batterie abklemmen und entfernen.
Sollte das Motorrad länger als einen Monat nicht
verwendet worden sein, die Batterieladung
kontrollieren, nachladen oder die Batterie
auswechseln. -> Dafür hab ich ein Ladegerät (https://www.amazon.de/Dino-KRAFTPAKET-Batterieladegerät-Batterietester-Motorrard/dp/B07GPDM545/ref=sr_1_7?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=4Z6UQA0LIVJ5&dib=eyJ2IjoiMSJ9.UiP3Km2YNHH1TX8602R4m08CXoQCXbVaI8v2Z5SqFegeXRfXeBKwuZAKXyev-XUopC9WBWb4ZTA_naFEAJhRpN1v7fdjMP5ztOuT9k5cW6-KSOL15dtOVF60_nSAUKFFyf6lH3CzVT-qpqFidWyZ8Kl4E5iyoKCeslKkHs1rqsPmiYkEQTNRd2AyiOCWSwLn02dNhfKv5Y5VXVWaow5UG124wzQDmuMLsCXxumVG4Ts.V9B7yOYiahqpKsPxooNd7DbqX9O7BvHgxOOy7Nqi-uU&dib_tag=se&keywords=batterieladegerät&qid=1759344314&sprefix=batterieladegerä%2Caps%2C101&sr=8-7), welches lädt und wieder entlädt, Adapter muss ich mir noch besorgen. 


Gibt es sonst noch etwas zu beachten? 

++


Geschrieben

...zum Thema "allgemeine Reinigung"...
Ich empfehle, das Motorrad vor der Einwinterung nicht gründlich nass zu waschen. Es sei denn, die Maschine wird anschließend mindestens über 30 Kilometer trocken gefahren.

 

Sonst hat nämlich (je nach Lagerort natürlich) unter Umständen die Feuchtigkeit ein halbes Jahr Zeit, im Verborgenen ihr korrosives Unwesen zu treiben. Da ist es dann wirklich besser, die Maschine im Frühjahr vor der ersten Ausfahrt gründlich zu waschen. Bis dahin ist sie dann eh wieder eingestaubt. Einzige Ausnahme: von der letzten Fahrt ist das Motorrad mit Streusalz eingepökelt.

 

Und so Aktionen mit Motoröl in die Zylinder und so weiter sind imho bei einer normalen Wintereinlagerung überflüssig. Lieber zwischendrin mal den Motor mit dem Hinterrad im 6. Gang ein, zwei Umdrehungen durchdrehen das bringt in etwa dasselbe ohne die Sauerei und das Gequalme dann beim Start.

 

Tank: volltanken und Benzinstabilisator reinkippen (z. B. von Liqui-Moly). Das macht weniger Probleme als den zu entleeren...

 

Kai

++


Geschrieben
Gerade eben schrieb lunschi:

...zum Thema "allgemeine Reinigung"...
Ich empfehle, das Motorrad vor der Einwinterung nicht gründlich nass zu waschen. Es sei denn, die Maschine wird anschließend mindestens über 30 Kilometer trocken gefahren.

 

Sonst hat nämlich (je nach Lagerort natürlich) unter Umständen die Feuchtigkeit ein halbes Jahr Zeit, im Verborgenen ihr korrosives Unwesen zu treiben. Da ist es dann wirklich besser, die Maschine im Frühjahr vor der ersten Ausfahrt gründlich zu waschen. Bis dahin ist sie dann eh wieder eingestaubt. Einzige Ausnahme: von der letzten Fahrt ist das Motorrad mit Streusalz eingepökelt.

 

Und so Aktionen mit Motoröl in die Zylinder und so weiter sind imho bei einer normalen Wintereinlagerung überflüssig. Lieber zwischendrin mal den Motor mit dem Hinterrad im 6. Gang ein, zwei Umdrehungen durchdrehen das bringt in etwa dasselbe ohne die Sauerei und das Gequalme dann beim Start.

 

Tank: volltanken und Benzinstabilisator reinkippen (z. B. von Liqui-Moly). Das macht weniger Probleme als den zu entleeren...

 

Kai

Hi Kai, 

 

danke für die schnelle und ausführliche Antwort werde ich so machen. 

 

++


Geschrieben

Ja nicht entleeren. Dann fängt der Tank (Stahlblech) innen an zu gammeln.

Dann ziehst du den Dreck anschließend in die Einspritzung. 

Viel Spaß dann.

 

Grob reinigen, volltanken, Luftdruck erhöhen und Batterie raus reicht für den Winter.

++




Geschrieben

...das mit dem Entleeren des Tanks ist aber so eine Sache - Sinn macht es nur wenn man den Tank anschließend offen(!), warm und trocken lagert. Den leerzumachen, dann den Tankverschluß zu und das Moped in die Garage zu stellen ist normal grundverkehrt.

Normal ist es immer sinnvoller den Tank vollzumachen und einen Schluck Benzinstabilisator reinzukippen. Damit hat man Kondensation und Korrosion bestmöglich verhindert...

 

Kai

++


Geschrieben
Am 1.10.2025 um 20:45 schrieb riveter:

Hi, ich habe die ein oder andere Frage zum Thema Überwinterung bzw. Langer Stillstand. 

 

In der Anleitung steht folgendes:

 

Langer Stillstand
Sollte das Motorrad für längere Zeit nicht benutzt
werden, folgende Arbeiten durchführen:


● eine allgemeine Reinigung; -> Das ist klar, bekomm ich hin. 
● den Tank entleeren; -> Wird einfach leergefahren. 
● über die Zündkerzenschächte etwas Motoröl in
die Zylinder geben und die Kurbelwelle von
Hand einige Umdrehungen weiterdrehen und so
einen dünnen Schutzfilm auf den Innenwänden
verteilen; -> Bedeutet? Zündkerzen mit dem 13er raus, Tropfen Motoröl rein, Kurbelwelle drehen. Nur hab ich leider keinen Plan, wie stark ich die Zündkerzen anziehen muss. Hat da jemand eine Idee? 


● das Motorrad auf einem Serviceständer
abstützen; -> Hab ich auch, wird gemacht. 


● die Batterie abklemmen und entfernen.
Sollte das Motorrad länger als einen Monat nicht
verwendet worden sein, die Batterieladung
kontrollieren, nachladen oder die Batterie
auswechseln. -> Dafür hab ich ein Ladegerät (https://www.amazon.de/Dino-KRAFTPAKET-Batterieladegerät-Batterietester-Motorrard/dp/B07GPDM545/ref=sr_1_7?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=4Z6UQA0LIVJ5&dib=eyJ2IjoiMSJ9.UiP3Km2YNHH1TX8602R4m08CXoQCXbVaI8v2Z5SqFegeXRfXeBKwuZAKXyev-XUopC9WBWb4ZTA_naFEAJhRpN1v7fdjMP5ztOuT9k5cW6-KSOL15dtOVF60_nSAUKFFyf6lH3CzVT-qpqFidWyZ8Kl4E5iyoKCeslKkHs1rqsPmiYkEQTNRd2AyiOCWSwLn02dNhfKv5Y5VXVWaow5UG124wzQDmuMLsCXxumVG4Ts.V9B7yOYiahqpKsPxooNd7DbqX9O7BvHgxOOy7Nqi-uU&dib_tag=se&keywords=batterieladegerät&qid=1759344314&sprefix=batterieladegerä%2Caps%2C101&sr=8-7), welches lädt und wieder entlädt, Adapter muss ich mir noch besorgen. 


Gibt es sonst noch etwas zu beachten? 

 

Das sind Empfehlungen aus den 1970ern, und waren damals schon übertrieben.So habe ich meine CB 500 four 1982 weggestellt - mit vollem Tank - hat trotzdem gegammelt, und lag nicht an der Einlagerung.

 

Ganz normal sauber wegstellen ohne Firlefanz, voll tanken, Reifen entlasten, Batterie ab und zu laden, Baumwolltuch (Bettbezug, Laken) drüber, weil atmungsaktiv, fertig.

 

Beim Sprit gibt es hier ja Empfehlungen mal den teuren Sprit zu nehmen. Nicht nach einem Ultrakurzstreckenbetrieb wegstellen, und zwischendurch nicht starten und kurz laufen lassen. 

 

So kleine Regeln beherzigen bring massig mehr, als extreme Maßnahmen.

 

Belüfteter Standort, alternativ beheizt, ist viel wichtiger, nicht so eine feuchte Bude. Das ist das A und O.

 

Ich habe Motorräder schon einfach so weggestellt, und im Frühjahr gestartet, da war selbst die Batterie noch voll genug - nie Probleme!

 

Und bei Salzstaub fahren und wegstellen - absolut tödlich - das Salz zieht die Feuchtigkeit und tut dann seinen "Dienst". Auch kein offenes Streusalz lagern im Abstellbereich. Gussteile die anlaufen, die laufen früher oder später sowieso an.

 

 

++


Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Desmo Topschi:

Die SS hat ne komplette Innenbeschichtung. Laut Handbuch soll der Tank entleert werden.

Das im Handbuch ist meiner Ansicht für Langzeitlagerung. Und selbst da würde ich noch etwas anders vorgehen . 

++


  • 2 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Wie ich meine Motorräder und so auch meine Supersport, aber die "Alte" aus den 90ern, überwintere:

 

- Ölwechsel (auch wenn das Öl möglicherweise noch "gut" wäre)

- Putzen (meine Motörräder werden sowieso immer wasserfrei mit einem Detailer und Microfaser gereinigt, nach jeder Fahrt)

- Wachsen (ein hochwertiges Wachs, z.B. Collinite-Produkte)

- Tank randvoll und Kraftstoffstabilisator (ethanolfreier Sprit, z.B. Aral Ultimate 102 und Motorex Fuel Stabilizer o.ä.)

- Tankauslass an der Unterseite abdrehen

- Schwimmerkammern der Vergaser leeren

- Akku/Batterie ausbauen

- Kette reinigen und Schnmieren

 

Langzeitlagerung über meherer Jahre ist was anderes, da Bedarf es mehr. Da würde ich den Kraftstofftank auch komplett entleeren und mit etwas Zweitaktöl ausschwenken. Genauso wie die Zündkerzen raus und ein paar Tropfen Öl in die Brennräume und einmal durchkurbeln. Frisches Motoröl ist sowieso klar, genauso wie frische Brems-/Kupplungsflüssigkeit. Luftdruck nur wenn sie nicht aufgebockt auf Ständern steht. Ideal soweiso ein Zentralstäbder der das komplette Fahrwerk entlastet.

 

P.S. und natürlich sauber abdecken, aber bitte kein altes Baumwollbettuch, das zieht Feuchtigkeit. So eine Indoorschutzhülle z.B. von Louis reicht vollkommend aus. Natürlich vorausgesetzt das Motorrad steht auch trocken in einer Garage.

Bearbeitet von Pimpertski
++


Geschrieben
Am 3.10.2025 um 13:14 schrieb todde574:

Das im Handbuch ist meiner Ansicht für Langzeitlagerung. Und selbst da würde ich noch etwas anders vorgehen . 

Kann ja jeder machen wie er will! Ich entleere den Tank meiner Panigale.

++


Geschrieben

Ich würde den Tank nicht leer machen, lieber Sprit mit mehr Oktan rein. Alternativ Zusatz. Das mit dem Baumwolltuch kann ich so auch nicht nachvollziehen, es soll ja nicht dicht sein, sondern Staub abhalten... Und das es Feuchtigkeit anzieht, hmm, wär mir neu. Batterie raus und Benzinhahn zu wenn einer dran ist. Das war's fast schon. Reifen weg vom Boden. 

Ölwechsel ist immer gut, aber wenn nicht ist's auch nicht schlimm. Ich finde viele übertreiben es... Vor allem mit Trockenkupplung muss man nicht ständig das Öl wechseln. Meine eine duc ist bei 85k und die andere bei 52k. Ich glaube ich kann nach 30 Jahren behaupten dass nicht viel falsch gemacht zu haben was die Wartung angeht. 🤌

++


Geschrieben

Meine 1299 steht seit Herbst 2020 im Wohnzimmer und soll kommendes Frühjahr für eine Saison bewegt werden.

Den Tank hatte ich damals fast vollständig entleert.

Wie seht ihr das? Einfach volltanken und starten oder den Tank abbauen und erstmal spülen?

 

Die nächste Frage ist die nach dem Öl. Ich würde das Öl einfach ablassen, da es über die Jahre ja eh ganz runtergelaufen ist. Oder doch erst Warmlaufen lassen und dann wechseln?

 

 

++


Geschrieben (bearbeitet)

Meine 848 Evo ist etwas über 3 Jahre gestanden. Ich habe den Tank nicht abgebaut und komplett leer gemacht, es war also noch etwas Restbenzin drinnen.
Das Öl habe ich vor der Stilllegung gewechselt.
Ich habe sie heuer wieder zugelassen, etwas Benzin reingekippt damit ich zur nächsten Tankstelle komme.
Sie ist angesprungen als wäre sie gestern erst gelaufen und hatte auch sonst keine Probleme.
Ich denke wenn die Mopeds in einer trockenen Umgebung ohne Schwankungen der Luftfeuchte stehen, braucht es keine besonderen Maßnahmen 👍
 

Bearbeitet von Testastretta Evoluzione
++


Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb TermigToni:

lieber Sprit mit mehr Oktan rein

Macht tatächlich Sinn, da hoch Klopffeste Benzine auf Bioethanol  Feuchtigkeit aus der Luft zieht und sich diese Feuchtigkeit im Tank niederschlägt.

Ich häts nicht gedacht.

Dank für den Tip!

Aber da ich den Tank entleere für mich nicht so wichtig.

++


Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Desmo Topschi:

Macht tatächlich Sinn, da hoch Klopffeste Benzine auf Bioethanol  Feuchtigkeit aus der Luft zieht und sich diese Feuchtigkeit im Tank niederschlägt.

Ich häts nicht gedacht.

Dank für den Tip!

Aber da ich den Tank entleere für mich nicht so wichtig.

Ich hätte bei leerem Tank immer die Befürchtung dass die Benzinpumpe irgendwann Luft zieht wenn man es vergisst. 

 

Beim Vergaser natürlich noch ne Minute laufen lassen damit der gute Sprit auch im Schwinmer ankommt. 

 

Da meine in einer kalten Garage steht kommt auch noch ein Lappen in den Auspuff. Man glaubt gar nicht wieviele Tiere auch gerne ne Bude bauen in so nem Rohr 😜

++


Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb TermigToni:

Ich hätte bei leerem Tank immer die Befürchtung dass die Benzinpumpe irgendwann Luft zieht wenn man es vergisst. 

das dürfte der Pumpe egal sein. Ist meines Erachtens nach eine Strömungspumpe, die kann problemlos eine Weile trocken laufen.

++


Geschrieben

Ist auch gut so wenn sie leer ist. Dann kann sie nicht verharzen.

Ich lasse beim Einwintern wenn ich den Tank leer habe das Motorrad noch mal an bis sie ausgeht und nicht mehr anspringt, damit auch die ganzen Leitungen möglichst leer sind. Im Frühjahr schalte ich die Zündung (bei nachgefülltem Tank) 2 -3 mal an und aus. Dann springt die Kiste meist auf den 1. Ruck an.

++




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