Zum Inhalt springen

Früher Bremsen, Später Gas geben - Mein Racingtagebuch


ph4n7oM

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb coffee:

Ist auch gefährlich mit der GoPro am Helm oder Körper. Ist schon gut so das man das inzwischen verbietet. Und eine Sicherung sollte auch dran damit dem hinterher fahrenden das Ding nicht um die Ohren fliegt.

coffee

Ja alles richtig. Ist ja auch gut, dass auf die Sicherheit geachtet wird. Da wo ichs darf, setze ich mich in einzelnen Turns mal dem Risiko aus.
Sicherungen habe ich auch immer dran.
Wo es halt verboten ist halte ich mich auch dran, da gibt es genügend Andere die es in Most zb. trotzdem schaffen so rauszufahren oder sich eine Kamera in den Helm basteln.
Aber ich glaub allein um dieses Thema könnte man ewig diskutieren. Wie gesagt, ich muss auch Bock dazu haben mich auch noch um Kamera zu kümmern etc.
In den ersten Events passte z.B. das Feeling zu Bike nicht - da hab ich ganz andere Dinge im Kopf.

Beim Rennen mit Sturz hätte ich mir natürlich im Nachhinein die Kamera gewünscht, um ggf. nochmal zu analysieren woran es gelegen hat - so ist es halt immer :D 
 

++


  • 1 Monat später...

Geschrieben (bearbeitet)

6. Event - The Last Dance - Brünn

Wir haben Mitte September und mein letztes Event für 2022 stand vor der Tür - 3 Tage Brünn. Endlich wieder - genau 1 Jahr war es nun her als ich das erste Mal vor Ort war und auch meine ersten Runden mit der V4 gedreht hatte. 2021 war das Wetter sehr durchmischt, weswegen ich nur 6 Turns mit der neuen Pani gefahren bin und mit einer 2:14 heim bin. Die große Frage also - was wird diesmal gehen?!

Irgendwie zieht sich das Thema Gesundheit bei mir gefühlt dieses Jahr wie ein roter Faden durch. Pünktlich zum gefühlten Herbstbeginn waren meine Kids wieder erkältet und am Anfahrtstag merkte ich auch wieder die ersten Symptome...perfekte Voraussetzungen für eine 3 Tages Veranstaltung mit Endurace & geplantem Sprintrennen also.

Tag 1

Fuck war die Nacht kalt...morgens ca. 8°C und es war noch leicht feucht vom Vortag, wenn man da nicht motiviert ist für einen ersten Turn 🙂
Am Abend vorher wechselte ich noch schnell das Vorderrad von einem SC2 auf den neuen Bridgestone NS Soft - mal schauen wie mir dieses zusagt.
Die Strecke war aber zu 90% trocken und erstmal wollte ich eh gemütlich einrollen. Strecke nochmal in Bewusstsein rufen, die müden Knochen & das Moped warm fahren und mal schauen was der Körper sagt. 2:20 stand bei den Bedingungen auf der Uhr - war absolut okay.

0891-220916-B-001_891.thumb.jpg.44207a516646f6fb82b106e04e98a7f3.jpg

Das Wetter besserte sich zum Glück deutlich über den Tag und es wurde noch leicht sonnig mit ca 15-17°C.
Dennoch war Tag 1 geprägt von Stürzen und Abbrüchen - ich habe tatsächlich noch nie soviele Leute mit Armschlaufen am Abend durch die Boxengasse laufen sehen. Man kam nicht wirklich in den Flow, was mir aber zu Gute kam und meine Kräfte schonte. Ich konnte mich dann immerhin auf eine 2:12,0 steigern - womit ich erstmal zufrieden war, da freie Runden auch selten waren und diese dann sitzen mussten. Bis dato hatte ich auch noch einen angefahrenen Bridgestone Soft hinten drauf.

Gripostat, Nasic und Sinopret waren mein bester Freund und ich kam ganz gut über den Tag. Doch ob ich das 2h Endurance fahren kann, konnte ich noch nicht sagen - ich war äußerst skeptisch. Da ich den Teamtransponder jedoch nicht in allen Turns am Moped hatte, sprang immerhin P5 für die Startaufstellung heraus - ich glaube 0,4s klauten uns immerhin 2 Startplätze :D

Insgesamt kann ich aber sagen, dass mir die Strecke mit 1 Jahr Abstand noch besser gefällt und ich auch an meinen bisherigen Problemstellen deutlich besser klar komme (z.B. Einlenken und Scheitelpunkt Turn8).

0891-220916-B-003_891.thumb.jpg.8453a1f5ccfa97f992a478b6fb5547a4.jpg

Tag 2 - (Endurance)Raceday

🥶 oh mein Gott...die Nacht war gefühlt nochmal kälter und so auch der Morgen. Leider sollte es auch am Nachmittag nicht wirklich wärmer als 12-14°c werden.
Die Hafeneger Jungs hatten tatsächlich aufgrund der Temperaturen Sorge, dass das Sturzfestival noch schlimmer wird - doch es sollte deutlich disziplinierter zugehen.
Der 1. Turn war wirklich wieder arschkalt, doch ich konnte direkt mit gutem Fahrgefühl eine 2:12 reproduzieren. Der Reifen war nun aber am Ende und ich wollte mit einem Neuen mal angreifen und schauen was zeittechnisch möglich ist.
Mein Teamkollege @rickenracerwar so nett mein 2. Rad schon mal in einen Reifenwärmer einzupacken. Umstecken und Attacke in Turn 2!!!
Oh man was für ein Verkehr...jetzt habe ich einen neuen Reifen drauf und muss mich erstmal durchs halbe Fahrerfeld arbeiten. Boxengasse macht in Brünn aus meiner Sicht aufgrund der Streckenlänge einfach keinen Sinn und man kann echt gut überholen. Dennoch sind die Runden damit im Arsch...
Doch irgendwie wunderte ich ich über das Gefühl - neuer Reifen? Dafür ist der Grip aber echt schlecht und der Arsch pumpt ohne Ende...hm ist das Ding evtl. noch deutlich heisser geworden und hat Luftdruck aufgebaut?

0891-220916-B-005_891.thumb.jpg.16e46ea2ed45b26400832a2948f0151e.jpg

Egal...jetzt habe ich mir tatsächlich 1 freie Runde erkämpft und die sollte sitzen und das tat sie auch. Eingang StartZiel ging mir kurz ordentlich der Arsch weg (die V4R hinter mir hatte auch kurz einen Schreck bekommen)...vor mir noch eine BMW und eine Gixxer, weiter am Gas, an den 2en vorbei und Vollspeed in Turn 1 reinlaufen lassen. Ich liebe diese Stelle! Danach hieß es Punkte abfahren und so früh wie möglich hart raus beschleunigen. Der Gaul arbeitete und wackelte, doch mein Laptimer sagte am Ende 2.10,9. Jawolla...da ist sie. Das war echt geil, für eine freie Runde.
Kurzer Blick auf den Reifen und ich traute meinen Augen nicht. Das Ding war komplett runter und hatte rechts so gut wie keinen Indikator mehr. :D
Ich Volltrottel hatte vergessen, dass ich mir den Reifen nur zum langsamen Einrollen weggelegt hatte. Dadurch dass ich den Reifen aber beim Umziehen nicht mehr gesehen hatte, bin ich mit dem Gedanken gefahren er wäre neu. Na immerhin trügt mich mein Gefühl nicht :D
Danach zog ich nach Ewigkeiten mal wieder einen Pirelli SC1 drauf, leider hatte sogar 55Moto mittlerweile keine Bridgestone mehr auf Lager - aber 299€ vs. 240€ - Holy Moly das tut echt weh. Leider hatte ich tatsächlich mit dem frischen Pirelli in den nächsten 2 Turns keine einzige freie Runde für mich. Schließlich dachte ich hier schon noch einiges an Potential rausholen zu können. Das hat mich natürlich unterm Helm ziemlich angepisst, wenn man so viel Kohle für die Pelle auf den Tisch legt und der Grip halt echt schnell nachlässt.

Einen kurzen Schreckmoment gab es dann für mich auch noch an dem Tag - wir kommen zu 3. eng aneinander aus Turn 1 heraus, vor mir eine V4R und eine ich meine eine Aprilia, welche dann beim vollen rausbeschleunigen nach dem Links Knick nach Rechts außen bei >200 km/h durch die Wiese gepflügt ist. Kurz erinnerte ich mich an das heftige Hockenheim Video und hoffte, das alles gut geht...doch wie auch immer kam der Kollege sitzend wieder neben mir zurück auf die Strecke.

Das Rennen

Für ein 2h Endurance zu zweit war ich absolut nicht fit genug...die Nummer war mir zu heiss. Glücklicherweise konnten wir sogar zu 3. fahren.
Ich fuhr den Le Mans Start - die Kiste war voll getankt und ich schau einfach wie lang ich fahren kann, ohne großen Plan. Ehrlicherweise ging es sowieso mehr um den Spaß an der Sache im Team, zusätzlicher Fahrzeit und nicht um Podiumsambitionen, dafür waren die Zeitdifferenzen in unserem Team einfach zu groß.

Die Aufregung steigt, man steht in der Startaufstellung gegenüber vom Moped, der Atem geht immer schneller und alles ist still. Warten auf das Startsignal, die Fahne wird geschwenkt, Beine in die Hand und hoffen, dass sich die italienische Diva diesmal deutlich schneller starten lässt als im Mai in Oschersleben.
Und was soll ich sagen - es lief mega gut...ich konnte direkt von P5 auf P3 vor fahren. Das Adrenalin ist auf Anschlag, doch bereits nach 2 Runden signalisierte mir mein Körper, dass ich den Speed nicht lange durchhalten würde. Ich versuchte mich so weit es ging zu entspannen, gab ein paar Plätze her und pendelte mich letztendlich bei konstanten tiefen 2:13er Zeiten ein, aber das war okay für mich.
Das Feeling auf dem Moped war allerdings auch alles andere als gut. Gefühlt baut der softe Bridgestone NS vorn recht schnell ab und war ja nun gerade mal 2 Tage alt.
Hinten hatte ich seit Ewigkeiten mal wieder einen Pirelli SC1 und die Kiste rutschte, so dass ich nicht so ans Gas gehen konnte wie ich gern wollte oder sogar mit einem abgefahrenen Bridgestone konnte.
Nach 27 min ging dann die Reserveleuchte an und ich drehte noch 1,5 Runden, so dass ich immerhin eine knappe halbe Stunde durchhalten konnte. Für mich war aber klar, noch einen Stint überlebe ich nicht. Doch die Entscheidung sollte mir auch abgenommen werden.
Nach knapp 50min bemerkte ich Aufregung in der Boxengasse. Die anderen Teams bereiteten sich auf Regen vor und tatsächlich...mit Blick auf Turn 1 schien die Welt bald unter zu gehen und das Radar meldete Regen in 10min. Für uns war das Rennen dann nach 1h beendet. Kälte und Regen - mittlerweile hatte es sich direkt wieder auf 7°c abgekühlt? Nein Danke, da sind wir lieber Pussis :D

0891-220916-B-028_891.thumb.jpg.40d6e0dc98ee98a31682845b09a67848.jpg

Leider begrüßte uns auch der Sonntag mit Regenwetter und wir entschieden uns im strömenden Regen abzubauen und immerhin etwas eher zu Hause zu sein. Für das Sprintrennen meldete ich mich schon am Samstag ab, das machte einfach keinen Sinn.

Vielleicht sollten wir Brünn im nächsten Jahr einfach mal etwas früher im Jahr einplanen, bei anderen Bedingungen und fit sollte hier noch einiges für mich drin sein. Mein Laptimer sagte eine optimale Runde von 2:10,2 - Natürlich hätte ich gern noch die 10 geknackt, aber alles gut so wie es war und die Saison ging versöhnlich und wohl behalten zu Ende.

Mich hat es auch sehr gefreut wieder einmal 2 Forenmitglieder (@DesmoRider & @kaltepommes) einmal persönlich zu treffen und vor allem dass dieser Blog/Thread dazu geführt hat, dass mich die Kollegen erkannt und einfach angequatscht haben!
Falls ihr mich also irgendwo mal auf dem Track erkennt, dann sprecht mich gerne an 🙂
Gefühlt handelte es sich um ein Ducati Treffen, mehr Forenkollegen konnte ich allerdings nicht erkennen. Highlight war definitiv auch eine V4 Superleggare, welche artgerecht bewegt wurde - Hut ab! 

In diesem Sinne war es das für mich leider erst mal für das nächste halbe Jahr. Wie ich schon in einem andren Thread geschrieben hatte, hatte ich mich für die 1000er GMM im nächsten Jahr registriert und hätte richtig Bock auf diesen Cup. Allerdings ist die Nachfrage aktuell so hoch, dass ich bisher keinen Platz bekommen habe. Von daher wird es wahrscheinlich einfach auf weitere Just4Fun Trackdays herauslaufen.

Ich werde im kommenden aber definitiv nochmal einen kleinen Saisonrückblick zusammenfassen und auch über die dunkle Jahreszeit den ein oder anderen Beitrag hier lassen 🙂

Anbei noch 2 kleine SloMo Videos, find ich ja sehr cool, dass es immer mehr Fotografen an der Strecke mit anbieten:

 

 

 

 

Bearbeitet von ph4n7oM
++




Geschrieben (bearbeitet)

wieder mal ein interessanter Bericht. Das mit dem Regen beim Endurance Rennen war leider ziemlich blöd. Von uns haben auch 2 von 3 Teams aufgegeben. Nur noch mein Händler ist das Rennen allein bzw die verbleibende 1h komplett ohne Regenbekleidung bei 7 Grad und Regen durchgefahren...so hart der Typ 😀 🥶

Hoffentlich haben wir beim nächsten Mal etwas mehr Zeit zum quatschen 😉

IMG_2546.thumb.jpg.3846c21eceae06833ac61f43dc311f2f.jpgIMG_2477.thumb.jpg.36d203936a2adc6ca107d8d9f651ac2e.jpg

Bearbeitet von kaltepommes
++


Geschrieben

Schöner Bericht! Und ich bleibe dabei: Schreib den Hafeneger-Leuten nochmal! Vielleicht ist da auch nur etwas untergegangen 🙂 Du wärst sicher eine Bereicherung für die 1.000er-Klasse! 

++


Geschrieben
Am 8.7.2022 um 17:09 schrieb rickenracer:

Klasse  Danke!

 

 

vor 5 Stunden schrieb kaltepommes:

wieder mal ein interessanter Bericht. Das mit dem Regen beim Endurance Rennen war leider ziemlich blöd. Von uns haben auch 2 von 3 Teams aufgegeben. Nur noch mein Händler ist das Rennen allein bzw die verbleibende 1h komplett ohne Regenbekleidung bei 7 Grad und Regen durchgefahren...so hart der Typ 😀 🥶

Hoffentlich haben wir beim nächsten Mal etwas mehr Zeit zum quatschen 😉

IMG_2546.thumb.jpg.3846c21eceae06833ac61f43dc311f2f.jpgIMG_2477.thumb.jpg.36d203936a2adc6ca107d8d9f651ac2e.jpg

Schönes Bild 👍 nur das Grün irritiert 🤣🖖

++


Geschrieben
Am 4.10.2022 um 12:38 schrieb kaltepommes:

wieder mal ein interessanter Bericht. Das mit dem Regen beim Endurance Rennen war leider ziemlich blöd. Von uns haben auch 2 von 3 Teams aufgegeben. Nur noch mein Händler ist das Rennen allein bzw die verbleibende 1h komplett ohne Regenbekleidung bei 7 Grad und Regen durchgefahren...so hart der Typ 😀 🥶

Hoffentlich haben wir beim nächsten Mal etwas mehr Zeit zum quatschen 😉

IMG_2546.thumb.jpg.3846c21eceae06833ac61f43dc311f2f.jpgIMG_2477.thumb.jpg.36d203936a2adc6ca107d8d9f651ac2e.jpg

Hey cool, du hast ja sogar noch paar Bilder aus der Boxengasse, danke!
Aber wie bei Insta schon aufgeklärt, die grüne Kawa gehört natürlich nicht zu uns und wir sind bisher reine Schönwetterfahrer 😅

Man sieht sich bestimmt mal wieder 🤟

Am 4.10.2022 um 13:21 schrieb SUPERSAEB283:

Schöner Bericht! Und ich bleibe dabei: Schreib den Hafeneger-Leuten nochmal! Vielleicht ist da auch nur etwas untergegangen 🙂 Du wärst sicher eine Bereicherung für die 1.000er-Klasse! 

Das wär schon ein sehr spannendes Erlebnis! Danke dass du mich so motivierst.

Ich hatte tatsächlich nochmal Kontakt mit Hafeneger und ich bin auf Platz 2 der Warteliste mit realistischen Chancen, da sehr wahrscheinlich noch einige abspringen! Was mich nur wundert…das Fahrerfeld besteht doch nicht aus 60 Fahrern wie online in der Liste oder? 🤔

Dann heißt es sich jetzt doch mal intensiver Gedanken darüber machen - Wie könnte die Finanzierung ausschauen, gibts Support und was sagt die Family zur zeitlichen Bindung am Wochenende… 😬

 

++


Geschrieben

Würde mich freuen, wenn wir das Projekt GMM23 zusammen angehen. Bei mir hängt es aber auch noch etwas am seidenen Faden. Zuerst einmal den Kalender abwarten und dann schauen, was die Finanzen sagen 🤡

++


  • 4 Monate später...
Geschrieben

Lang war es still hier...

Ich habe im letzten Jahr echt gar nicht so viel gefilmt, weil ich mich oft mehr auf das Fahren und Technik etc. konzentriert habe, so dass ich einfach keine Lust / keinen Kopf noch für die Kameras hatte.
Das ist auch der Grund warum ich keine kompletten Onboard Laps meiner schnelleren Runden auf Kamera habe.
Trotzdem habe ich mein Material jetzt endlich mal gesichtet und einen Zusammenschnitt aus der letzten Saison gemacht. So lässt sich die Warterei für mich immer gut überbrücken.

So langsam geht es aber auch wieder los mit der Mopped Vorbereitung. Aktuell steht das Bike tatsächlich relativ unangetastet (bis auf Reinigung) in der Garage.
Doch mehr zum technischen Part in einem separaten Beitrag.

++


  • 2 Monate später...
Geschrieben (bearbeitet)

2023 - Saisonstart zum Vergessen

Das erste Event des Jahres nach der Saisonpause stand vor der Tür - Zünd in den Mai - Einrollen in der Haus & Hof Strecke Oschersleben.
An der Maschine habe ich über den Winter nicht viel gemacht. Optisch nach meinem letztjährigen Ausritt wieder schick gemacht und technisch auf Stand gehalten (z.B. neues Kettenkit, Zylinderkopfdichtung vorn neu) und so stand sie eig. wieder ganz hübsch da.

imege0.thumb.jpg.1dadbc7b529d767bb58ed6bd3013f053.jpg

Am 26.04. ging es dann Abends los in Richtung Motorsport-Arena: Anmeldung, technische Abnahme und Einrichten im Fahrerlager schon mal über die Bühne bekommen. Nach Blick auf den Wetterbericht mit nächtlichen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt hatte ich etwas Angst um die Nacht im Auto und die ersten Turns. 🥶

Der 1. Turn um 08:30 Uhr war dann noch knackig frisch mit knappen 4°C.
Fahren oder nicht fahren?! Ich wollte wenigstens einen Technikcheck machen und zum Einrollen war es ganz okay. Nicht zu langsam, damit Temperatur im Reifen bleibt, aber auch nicht gleich übertreiben.
Als Vorderreifen hatte ich einen 2 Tage alten Bridgestone Soft NS aus Brünn drauf und hinten einen Pirelli SC 1 (3 Turns alt). Zum Einfahren sollte sich das erstmal passen.

Danach sah das Ganze schon besser aus. Die Sonne kam heraus und auch wenn die Temperaturen nicht wirklich warm werden sollten - war das Wetter echt ganz nett.

Im 2. Turn besserte sich das Gefühl und ich konnte Stück für Stück schneller fahren. Eine gewisse Eingewöhnung brauchte ich noch im neu asphalierten Stück Eingang Start/Ziel. Der Asphalt ist deutlich dunkler und wirkt deutlich glatter (optisch sowie das Gefühl am Knieschleifer). Doch es sollte nur Kopfsache sein - der Grip ist da.
Und was soll ich sagen - ich hatte 1 freie Runde und konnte direkt im 2. Turn eine 1:33,6 fahren. Hätte ich nicht erwartet, ich war überrascht und gleichzeitig freute ich mich natürlich. Es fühlte sich auch so an, als wäre noch genug Luft nach oben.

Turn 3 kam ich nicht so richtig in den Rythmus, da man sich anfangs natürlich noch viel mit sich selbst beschäftigt und es geht jedem so - ich hing irgendwie öfters hinter eigengewöhnlichen Fahrstilen anderer fest und kam selbst nicht so richtig rein.

Mittagspause und erstmal die Sonne genießen und schon ging es raus zum 4. Turn.
Die ersten 1-2 Runden einrollen und andere Fahrer überholen. Vor der Hasseröder überholte ich den Fahrer vor mir und gleichzeitig kam Carsten @*1098s* mit vorbei geflogen. Jawolla - endlich passte es mal. Freie Fahrt voraus und ein bisschen von Carsten ziehen lassen. So flogen wir durch die Hasseröder und Triple Links. Beim Anbremsen und Umlegen auf Turn 7 verabschiedete sich dann ohne jegliche Ankündigung auch schon mein Vorderrad. Ich kugelte durchs Kies, machte diverse Purzelbäume und sah im Augenwinkel wie sich meine Pani überschlug. Kaum war ich auf den Beinen sah ich das Trümmerfeld...
Oschersleben magst du mich nicht mehr?!

IMG_2543.thumb.jpg.4c7cca3b3afd450a989cb2d824f7573e.jpg

IMG_2544.thumb.jpg.8183b04c44a208873198630c0ae9883a.jpg

So habe ich mir den Saisonstart definitiv nicht vorgestellt. Natürlich war ich mega froh, dass mir nichts passiert ist! Alpinestarts, PSI, Xlite, TCX, Held sei Dank!
Dem Motorrad geht es leider nicht ganz so gut: Heckrahmen, Kanzel, komplette Verkleidung, Dashboard, Lenkungsdämpfer, diverse Carbon & Kleinteile...
Fahrwerk etc. lasse ich in 2 Wochen checken (Bitte Daumen drücken, dass nicht noch größere Sachen hoch kommen).

In diesen Momenten und auch Tage danach schwirren diverse Gedanken durch den Kopf...immer wieder die Frage nach dem Warum!?
Ich kann mir den Sturz leider nicht erklären. Hätte ich den Vorderreifen doch schon eher wegwerfen sollen? In Brünn hatte ich 1 Rutscher - in Oschersleben hatte ich bis dahin nichts. Er fuhr sich wie auf Schienen und auch in der Situation selbst fand ich mich von jetzt auf gleich auf dem Boden wieder...keinerlei Ankündigung und das in "geringer" Schräglage. An der Stelle hat man noch keine maximale Schräglage...ich bin keine komische Linie gefahren und auch laut GPS mit einer ähnlichen Geschwindigkeit wie sonst in die Kurve.
Mir bleibt wohl leider nichts anderes übrig, als das Ganze wieder abzuhaken und meinen Vorderreifen zu tauschen, sobald ich mir auch nur Gedanken darum mache.
Abends nochmal zur Sturzstelle und mir das Ganze vor Ort angeschaut (ob die Spur von mir ist, kann ich nicht sagen - aber ungefähr in die Richtung ging es ab ins Kies.) Leider ist die Kurve auch überhöht und fällt dann ins Kies ab. Wahrscheinlich wirkt dies wie eine kleine Sprungschanze dann fürs Mopped..😰

IMG_2555.thumb.jpg.ba6ed9a8d43f88a1063ce2ffdee01f0a.jpg

Ist es das alles wert, höre ich auf, mache ich weiter? Auch diese Fragen kreisen sich in meinem Kopf. Das Hobby kostet unglaublich viel Geld und der Sturz wird nicht billig. Man hat Familie, kleine Kinder und natürlich fährt das Risiko mit. Und natürlich weiß man das auch schon vorher. Doch solange alles gut geht, fühlt man sich unsterblich und die Gedanken daran sind rein fiktiv.  Nun ist es das 2. Mal in kurzer Zeit passiert und das Ego ist definitiv angekratzt. Vor allem kein Gefühl dafür zu haben, wann es soweit ist...daraus zu lernen ist so leider nicht möglich.

Assen zu Himmelfahrt musste ich leider stornieren - bis dahin ist ein Aufbau unmöglich. Alleine die Teilebeschaffung stellt sich aktuell als Herausforderung heraus.

Doch ich bin gerade schon wieder fleißig dabei und die ersten Bestellungen sind raus. Die Airbagkombi ging heute raus zu PSI und ich bin froh Unterstützung von diversen Leuten zu bekommen!!! Danke an der Stelle!
Mein Ziel ist es die Maschine bis 30.05. wieder fahrfertig zu bekommen - auch wenn es nur ein hässliches Entlein wird.

Bearbeitet von ph4n7oM
++


Geschrieben

Das tut mir leid, dass du so einen bescheidenen Saisonstart hattest. Diese Fragen nach dem "Warum" stellt sich glaube ich jeder.

Ich für meinen Teil habe beschlossen so zu fahren, dass ich immer genug Reserven habe und auch am Material wird nicht gespart. Reifen wechsele ich vorne nach 2 Hinterreifen. Die Vorderreifen, die ich wegschmeiße würden vermutlich die meisten noch weiterfahren.

Hinten fahre ich die meistens gut runter aber manchmal wechsele ich je nachdem wie es von den Pausen passt auch viel früher.

Dazu hatte ich mich dazu entschieden nur Pirelli Big Size zu fahren, weil die am Vorderrad dann vielleicht doch noch ein paar Prozent mehr Reserven zulassen.

Natürlich war auch klar, dass ich auf der Rennstrecke nur mit Topmaterial fahre (also nur mit aktueller Elektronik usw.), Bremsen, Fahrwerk usw. alles oberstes Regal.

Wenn mir das alles halt nur einmal den Arsch rettet hat es sich bereits gelohnt.

 

Jetzt kommt aber das große aber. Du machst es ja offensichtlich auch nicht groß anders, was das Material angeht. Ein 2 Tage alter Vorderreifen ist ja jetzt nicht per se schlecht.

 

Meine Einschätzung ist, dass ab einem gewissen Rundenzeitenniveau (du bist ja dann doch nochmals mehrere Sekunden schneller) das Risiko einfach überproportional steigt. Man muss sich einfach mit den Abflügen abfinden oder langsamer fahren. Auf der Suche nach dem (eigenen) Limit fliegen jedes Wochenende zig Profis ab. Das gehört insofern zu diesem Sport dazu. Die Erkenntnis macht es für einen persönlich auch nicht leichter, wenn man wieder ein paar Tausend Euro in die Hand nehmen muss, aber so ist es halt einfach.

 

Man kann das Risiko nur zum Teil reduzieren. Ich persönlich mache es so: Wenn ich in einem Turn 2 maximal 3 mal das Gefühl habe, dass ich über meinem Limit war, einen größeren Rutscher hatte, ein Überholmanöver zu riskant war oder ich schon an meinem Puls merke, dass ich gerade an meinem Limit bin, dann fahre ich wieder in die Box. Egal, ob ich nur 2, 3 Runden gefahren bin.

Man merkt es ja oft selber, dass man gerade über seinem Limit fährt. Am Puls, an der Konzentration und vielem mehr. Wenn der Film zu schnell läuft, dann steigt das Risiko überproportional. Ich versuche mittlerweile mich dem Limit von unten anzunäheren und einfach durch viel fahren meine Comfort Zone nach oben zu schrauben.

Je mehr man sich an die Geschwindigkeit und das ganze drumherum (Verkehr usw.) gewöhnt, umso sicherer fährt man auf Dauer.

 

Schaut euch mal die MotoGP Fahrer an. Die blasen mit 340 über Start/Ziel haben einen Konkurrenten vor oder hinter sich und können noch die Boxentafel ablesen. Ich sehe nicht mal die Zielflagge :D Eindeutiges Indiz, dass ich im Rennen keinerlei Kapazitäten im Hirn habe außer mich darauf zu konzentrieren das Moped und die direkten Konkurrenten im Auge zu behalten. 

 

Meistens braucht man als Hobby Racer doch eh den ersten Tag nur um sich an die Abläufe, die Geschwindigkeiten, die Bremspunkte usw. zu gewöhnen. Im Alltag fährt man ja selten permanent 300.

 

Kurzum: Mentale Belastungsspitzen so gut es geht vermeiden und schlussendlich mit dem Restrisiko leben. Für sich selber festlegen, dass das nun mal das Hobby ist, dass einen glücklich macht (haben wir uns ja nicht so ausgesucht :D )und wie jedes Hobby eben Begleiterscheinungen mit sich bringt.

Visualisier dir, wie dein Leben ohne Trackday aussehen würde ;) 

 

Kopf hoch, Gas ist rechts 🙂 

++


Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb ph4n7oM:

2023 - Saisonstart zum Vergesse

...und ein bisschen von Carsten ziehen lassen.

 

Ich vermute, dass dort das Problem liegt.

Ich weiß auch, dass man hinter schnelleren Fahrern seine Zeiten verbessern kann. Auch kann man da durchaus etwas lernen. Habe ich selbst natürlich schon oft praktiziert. Es steigt aber die Sturzgefahr, da man ein wenig Aufmerksamkeit dem Anderen widmet, die dann für die eigenen Abläufe fehlt.

Ob das jetzt bei Dir der Grund war, ist natürlich reine Spekulation. Nur mal so als Gedanke, wenn man sonst keine Ursache ausmachen kann.

Wie auch immer: Shit happens! Solange kein Personenschaden entsteht, ist nur Geld weg. Und das ist eh bald nichts mehr wert...:::::;)

Ich fühle mit Dir und wünsche Dir möglichst schnelle Wiederherstellung der Mopete.

Ralf

++


Geschrieben

Hm, wenn 2x dein Vorderrad weg geht ohne Ankündigung und das unter 2 unterschiedlichen Bedingungen ist es gut wenn du dein Fahrwerk checken lässt. Hast Du dazwischen mal die Klicks kontrolliert?  Zugenommen oder sonst was vor den Rutschern?

Irgendwie mehr Daten?

tut mir ansonsten leid ums Bike aber gut das nichts passiert ist.

++


Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb turbostef:

dass ich immer genug Reserven habe

das ist aber auch ein wenig langweilig. Auf die Idee bin ich früher nicht gekommen und heute nur auf Grund Alter und gesundheitlicher Folgen. Früher wäre das ein Grund gewesen aufzuhören.

vor 3 Stunden schrieb ph4n7oM:

Als Vorderreifen hatte ich einen 2 Tage alten Bridgestone

Ein Bridgestone hat nichts vorne zu suchen - meine ganz persönliche Lebenserfahrung. ist aber wohl mehr Kopfsache.

Nach vielen Jahren und diversen Stürzen, kann ich für mich sagen, dass 98% aller Stürze tatsächlich mein Fehler waren. Sei es ein Tick zu viel Schräglage, zu wenig Last auf dem Vorderrad, gepennt oder was auch immer. Machte es für mich immer einfacher zu wissen, ich bin Schuld, als mich ratlos zu fragen, was war los.

++


Geschrieben
vor 59 Minuten schrieb 9to10:

das ist aber auch ein wenig langweilig. Auf die Idee bin ich früher nicht gekommen und heute nur auf Grund Alter und gesundheitlicher Folgen. Früher wäre das ein Grund gewesen aufzuhören.

Mag sein. Es ist ja nicht so, dass ich bewusst langsamer fahre als ich könnte aber wenn ich halt merke, dass mein Puls bei 180 liegt, die ganzen Eindrücke von links und rechts überhand nehmen usw., dann bin ich faktisch eben zu schnell für mein Können.

Wenn man konzentriert am Limit fährt und bewusste Entscheidungen trifft und sich auf einzelne Dinge konzentriert usw. ist das was anderes.

Es geht ja viele so, dass man sich manchmal wundert, dass man eine PBT erzielt hat und das Gefühl hatte, dass man locker unterwegs war.

 

Will sagen: Wenn man sich überfordert fühlt, dann ist es man es auch. Wenn man dann weiter pushed, dann liegt man auf der Fresse. Meine Erfahrung.

Ich habe auch mal versuch in Mugello mich vom Suter ziehen zu lassen. Ging 3 Kurven gut :D 

 

Am Ende des Tages verdiene ich mein Geld von Mo-Fr und nicht am WE, dazu habe ich Familie usw. Insofern liegen die Prioritäten mittlerweile etwas anders. Das heißt nicht, dass ich trotzdem versuche bei JEDEM Trackday meine PBT zu verbessern. Aber eben nicht mehr mit der Brechstange. Das wollte ich nur damit ausdrücken.

(Natürlich kann und werde ich vermutlich trotzdem irgendwann mal wieder auf der Fresse liegen :D )

++


Geschrieben

! Spekulation! Spekulation! 

Ich hatte einen änlichen Sturz in Misano beim Umlegen von 5 auf 6 bei der Instruktion von Jürgen Fuchs (erst im letztenTurn). Vorher hab ich von ihm noch Hinweise bekommen wie ich da schneller umlegen kann. Darauf hab ich mich dann konzentriert aber nicht darauf wann ich das Gas aufmache. (Hätte er mir ja auch sagen können. - ja, Quatsch, weiß ich selbst) 

Die Bewegungsabläufe, so wie oben schon geschrieben, waren also nicht abgestimmt. In der Folge war ich mit Umlegen noch nicht fertig, also noch beim Einlenken aber schon am Gas Damit hab ich das Vorderad, das eh vom Umlegen entlastet war noch weiter entlastet und rausgeschoben.  Jürgen hat mir danach auch erklärt, dass die Traktionskontrollen mittlerweile schon gut sind das die Fahrer sich darauf verlassen. Gegen Fahrfehler sind sie aber nicht programmiert und lassen Schub auch in solchen Situationen zu. 

Muss bei Dir ja nicht so gewesen sein, aber zumindest lässt die Beschreibung die Vermutung zu, dass die Abläufe aus den Turns vorher noch nicht voll eingespielt waren und der Wunsch, Carsten zu folgen, dann zu viel war. 

! Spekulation! Spekulation! 

 

++


Geschrieben

Danke schon mal für das rege Feedback.

@turbostef
Ich wage mal zu behaupten, dass ich prinzipiell ein sehr zurückhaltender Fahrer mit Kopf bin. Eig. passen viele Aspekte bei mir genauso. Ich fahr eher raus, wenn es nicht mehr passt. Ich steche nicht in jede Lücke - warte lieber etwas länger und überhole sicher, auch wenn ich schneller kann und generell hatte ich noch nie einen groben Schnitzer drin, dass ich zu spät gebremst habe oder durchs Kies musste etc.

@ducatist @sportler
Natürlich kann es sein, dass es auch daran lag. Generell war ich die Turns / Runden davor aber auch langsamer als meine PB unterwegs, was ich tatsächlich jedes Mal spürbar in den Kurvengeschwindigkeiten merkte ala "hier bist du aber sonst schneller".
Ich war definitiv beim Umlegen noch auf der Bremse und bremse eig. noch tiefer in die Kurve hinein. Es kann aber natürlich sein, dass ich hier mit höherem Bremsdruck als sonst unterwegs war (Glaskugel ohne Datarecording).
Mich wundert es halt nur, dass ich keinerlei Feedback vom Reifen oder das Gefühl hatte zu schnell zu sein. Ansonsten hätte ich an der Stelle locker die Möglichkeit gehabt aufzumachen, eine weitere Linie zu wählen / zu korrigieren. Aber die Chance hatte ich nicht mehr. Soweit wie mein GPS aufgezeichnet hatte, lag meine Eingangsgeschwindigkeit wie gesagt an dem Punkt nicht höher als in anderen Vergleichsrunden.

@t_s_o
Mein Gewicht halte ich eig. schon eine ganze Weile und das Fahrwerk war letztes Jahr zu Beginn der Saison frisch gemacht (vorn & hinten) bei MG Racetec und von Steven halte ich ziemlich viel.
Maschine geht aber wie gesagt in 2 Wochen zu ihm und muss eh komplett überprüft werden.
Gabel hab ich auch extra die Fixierungen oben drauf, damit es sich eben nicht mehr verstellen kann.
Druck vorn sollte auf der Bremse auch gepasst haben. Generell prüfe ich meinen Luftdruck auch immer vor & nach dem Turn und schaffe es diesen auch zu halten. Federweg wird auch ausgereizt - alles Punkte auf die ich immer Wert lege. Aber natürlich macht es mich nachdenklich woran es liegen kann. Das Wichtigste ist eig. das Vertrauen in sich und die Technik.

@9to10

Tatsächlich taugt mir der Bridgestone vorn auch nicht ganz so und ich werde wieder wechseln...obs jetzt daran lag who knows. Schließlich fahren den Reifen auch viele andere schnelle Fahrer. Ich denke also eher, dass der mehr kann als ich.
Generell schiebe ich auch nicht die Schuld auf die Reifen...vielleicht hätte ein neuer Reifen die Situation aber noch gemeistert?!
Bei meinem 1. Sturz in der Triple habe ich auch mittlerweile eine Theorie für mich, aber ob es daran lag werd ich nie erfahren. Ich denke im Rennen habe ich statt Stützgas schon mehr gepusht und etwas zu früh mehr Gas angelegt - nämlich genau bei der Bodenwelle - wodurch sich die Front dann entlastet hat.

Für den neusten Fall habe ich noch keine klare Theorie. Mich ärgert es halt nur, dass es Nuancen sind und mir die Chance zur Korrektur während des Fahrens quasi fehlt.
 

++




  • 5 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

2. Event 2023 - Es geht wieder los

Wiederaufbau

Pünktlich am Pfingstwochenende hatte ich meine Maschine wieder zusammengeflickt und das erste Mal seit dem Sturz gestartet. Just in Time, denn am Dienstag sollte es direkt auf den Weg nach Poznan gehen. Doch erstmal langsam, was musste bis dahin getan werden?!

Mein neues Hobby waren Teilebestellungen, nur leider ist die Liefersituation aktuell so beschissen, dass ich noch immer (nach über 4 Wochen) auf alle Ducati Origianlteile warte und auch seitens Öhlins die Ersatzteile so gut wie nicht zu bekommen sind. Ich hatte das halbe Mopped zerlegt und Heckrahmen, Kanzel neu aufgebaut. Verkleidungsteile waren sowieso zu 99% im Arsch - nur den Bug links konnte ich wiederverwenden.
Mein Gleitrohr rechts hat leider einige Steinschläge abbekommen, wovon 1 nicht vollständig wegpoliert werden konnte -> Ich brauche über kurz oder lang also ein neues Gleitrohr und hatte keine Garantie auf Haltbarkeit (leider fehlt hier noch immer die Rückmeldung von Öhlins an meinen Fahrwerker...).

image.thumb.jpeg.17814fb1c0cdc7dd9e500951e674e3c6.jpeg

image.thumb.jpeg.b1499b23764c350558e6355309687bc5.jpeg

Am meisten Zeit kostete der ganze Kleinkram - Kabel verlegen, Sachen positionieren etc pp. Aber ich war total happy sie wieder einsatzbereit vor mir stehen zu haben. Design? Egal. Wings? Egal. Dashboard? Egal. Lenkungsdämpfer? Provisorisch, sollte erstmal passen.

image.thumb.jpeg.23025a8cf1024f6c6649b4b37251e061.jpeg

Auf gehts
Tag 1

Poznan ist eine Strecke auf die ich mich immer freue, das Layout ist geil - macht Bock und das Feeling an der Rennstrecke ist einfach super familiär. Insgesamt waren nur 130 Teilnehmer vor Ort, was fast einer exklusiven Meindl Veranstaltung gleich kam, jedoch Motomonster war.
Die ersten 2 Turns waren reiner Technikcheck - schauen ob alles funktioniert & hält. Zwischendurch mit kurzen Check nach 2 Runden in der Box - alles sah gut aus, also wieder raus.

Die zweite Frage war - was sagt mein Gefühl? Zum Glück hatte ich mir vorher schon wenig Gedanken darum gemacht und war auch positiv gestimmt, dass es mich jetzt nicht hemmen sollte. Das Gefühl auf dem Mopped passte und ich fühlte mich wohl.
Am Ende von Tag 1 stand eine 1:40,9 auf der Uhr was unter den Vorbedingungen für mich absolut okay und womit ich zufrieden war. Damit war ich ca. 1,3s weg von meiner PB, es lagen jedoch noch ca. 2 Tage vor uns.

Anfangs konnte ich noch 50% auf dem Dash sehen, das Wichtigste - Drehzahlmesser & Ganganzeige. Der Displaybruch arbeitete sich jedoch so weit voran, dass ich am Ende des Tages nichts mehr lesen konnte. Immerhin funktionierte noch die Wegfahrsperre und das Mopped läuft 🙂

image.thumb.jpeg.de8e121edf9e2a316981e07c85cdd166.jpeg

Tag 2

Das Wetter war die Tage wirklich Bombe - wir hatten ca 23-25°C und keine Wolke am Himmel. Der Grip in Poznan im Trockenen ist super, jedoch war die Asphalttemperatur schon recht hoch und ich hätte es auch nicht wärmer gebraucht.
Der Vormittag startete generell langsamer als am Vortag, irgendwie ging es aber allen so. Bisher bin ich vorn einen K1 gefahren und wollte aufgrund der Temperaturen etwas härter gehen. Leider hatten die Reifenkollegen keinen SC2 oder K2 dabei, sondern nur einen SC3 - aber gut nehme ich halt den.

Den kompletten Tag bekam ich jedoch kein 100% Vertrauen am Vorderrad. Die Strecke ist im Vergleich schon ziemlich uneben und nicht perfekt. Es gibt viele Bodenwellen, das Bike schaukelt und man braucht an gewissen schnellen Stellen (ab Startfeld Kartbahn) schon viel Vertrauen ins Vorderrad. Dort ist man sehr schnell und da man will einfach nicht abfliegen. Irgendwie erwischte ich mich ab und an doch daran zu denken und ich fragte mich wieso ich nicht auf Zeiten kam. Wahrscheinlich setzte ich mir unterbewusst auch zu viel Druck wieder auf meine PB zu kommen. Im Endeffekt war es aber auch eig. erst mein 1. Event, denn die 3 Turns in OSL konnte man nicht zählen.
Naja wie es so manchmal ist gibt es wohl auch mal solche Tage und die musste ich abhaken. Zufrieden war ich jedenfalls nicht.

Tag 3

Der Wetterbericht sagte wieder top Bedingungen voraus, etwas bewölkt - vor Ort sah es jedoch etwas ander aus. Der 1. Turn fiel aus - Sprühregen und es war richtig nass. Durch das warme Wetter trocknete jedoch alles schnell wieder ab.
Turn 2 & 3 machten Spaß und ich kam  vom Gefühl deutlich besser rein. Egal was die Uhr zu dem Zeitpunkt sagte, es fühlte sich gut an.
In Turn 3 kam ich nach der 1. schnellen Rechts den Berg herunter geballert, wo man ungefähr von 220 auf 70 verzögert. Es wurde gelb und dann rot geschwenkt. Ich sah den Fahrer vor mir gerade aufstehen, das Motorrad rutschte noch im Kies und ich sah direkt einen 2. Fahrer schon am Rand stehen. Meine Vermutung war Öl auf der Strecke und ich trug mein Motorrad um die Kurve - darauf hatte ich echt keine Lust und meine Vermutung wurde später noch bestätigt. Generell sind Abflüge in Poznan zum Glück eher selten und da ich in dem Turn insgesamt schon 3 Leute an der Seite stehen gesehen habe, wollte ich es dabei belassen.
Was kann es besseres geben, als das Event mit einem guten Gefühl zu verlassen und das Mopped inkl. Gabel hat durchgehalten. Anschließend musste ich ja noch abbauen und es folgten noch ca. 6h Fahrt.

Weiter geht es dann am 16.06. in Most 🙂

Bearbeitet von ph4n7oM
++


Geschrieben

Na dann mach Most schonmal klar, in drei Monaten muss es bereit sein für uns alle (ok)

Wenn das Gleitrohr keine fühlbare Kante hat, eine Delle ist egal, ist es für den Dichtring und die Gleitlager kein Problem.

Freut mich, dass die Möhre wieder läuft.

++


Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Flotter Otto:

Na dann mach Most schonmal klar, in drei Monaten muss es bereit sein für uns alle (ok)

Wenn das Gleitrohr keine fühlbare Kante hat, eine Delle ist egal, ist es für den Dichtring und die Gleitlager kein Problem.

Freut mich, dass die Möhre wieder läuft.

Danke dir! Schauen wir mal wie es in Most läuft, ganz zufrieden mit der Abstimmung bin ich noch nicht…wahrscheinlich brauch ich auch neue Federn vorn. Aber da ich eh nochmal an die Gabel muss, muss das halt warten.

Der große Steinschlag wurde im Vergleich schon echt gut rausgearbeitet. Man spürt ihn natürlich noch, aber wie du schon meinst, wenn der Grat weg ist, kann es auch gut länger halten. Beschweren würde ich mich nicht 🙏

++


  • 2 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Kurzes Update: Diese Saison steckt irgendwie so ein bisschen der Wurm drin. Eigentlich sollte es zusammen mit Carsten @*1098s* nach Most gehen, um ein paar geile Runden zu drehen, doch mich hat es leider ordentlich erwischt. Ich saß bis zum Schluss auf den gepackten Sachen, habe die Anreise dann jedoch am Donnerstag gecancelt, was im Rückblick auch die richtige & vernünftige Entscheidung war, da es mich ordentlich flachgelegt hat. Platz habe ich so spontan leider nicht mehr verkauft bekommen - auch nicht vor Ort 😕
Nun heißt es terminlich nochmal Alternativen für Most zu finden die generell in den Terminkalender passen.

Teiletechnisch sieht es bei mir auch noch immer Mau aus. Seitens Ducati Originalteile fehlt mir noch immer ein neues Dash und auch ein Wing. Öhlins hat immerhin nen neuen Lenkungsdämpfer geschickt - Gleitrohr fehlt jedoch auch weiterhin.
Bei Gelegenheit muss ich mich nochmal um meine Temperatursensoren kümmern - die scheinen im Frontend beim Crash etwas wegbekommen zu haben. Die Außentemperatur meldet Eis-Warnung und die Ansaugtemperatur in der Airbox meldete zu hohe Temperaturen, weswegen auch Motorkontrollleuchte an war. Nen billig Bluetooth OBD Leser sei dank, konnte ich zumindest erstmal Eigendiagnose betreiben.

Frage an die Wissenden:
Seitens Ducati Werkstatt kann beim Verbinden des Werkstatttesters nicht garantiert werden, ob nicht mein Motormapping überschrieben wird. Der offizielle Tester prüft zu Beginn wohl immer alle Steuergeräte und aktualisiert diese, wenn etwas nicht passt. Beim Mapping kommt es wohl drauf an wie dieses drauf geschrieben wurde.
Nun habe ich ein händisches Mapping was mit Micron vom Vorbesitzer erstellt wurde. Ich bekomme nur keine Aussage / Gewissheit was mit meinem Mapping passiert. Irgendwie kacke, da ich so nie mal offiziell an den Tester kann. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
Aber das Mapping zu verlieren - darauf habe ich auch keine Lust.

Bearbeitet von ph4n7oM
++


Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb ph4n7oM:

Frage an die Wissenden:
Seitens Ducati Werkstatt kann beim Verbinden des Werkstatttesters nicht garantiert werden, ob nicht mein Motormapping überschrieben wird. Der offizielle Tester prüft zu Beginn wohl immer alle Steuergeräte und aktualisiert diese, wenn etwas nicht passt. Beim Mapping kommt es wohl drauf an wie dieses drauf geschrieben wurde.
Nun habe ich ein händisches Mapping was mit Micron vom Vorbesitzer erstellt wurde. Ich bekomme nur keine Aussage / Gewissheit was mit meinem Mapping passiert. Irgendwie kacke, da ich so nie mal offiziell an den Tester kann. Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
Aber das Mapping zu verlieren - darauf habe ich auch keine Lust.

Das kann ich zumindest für die V2 bestätigen. Da wurde mein Mapping von @DeussenEngines vom Tester überschrieben und mein Steuergerät musste eine kleine Deutschlandreise machen, damit es rechtzeigtig zum OSL Event letztes Wochenende wieder richtig gemapped war.

Irgendwie kann man das aber verhindern, in dem man den Tester rechtzeitig aus dem Netzwerk nimmt oder so, So hat es mit der Ralf Müller von Befaster erklärt. Aber ich denke auch da kann Daniel fundiertere Antworten geben als ich.

 

Grüße Lars

Bearbeitet von Heijopai
++


Geschrieben (bearbeitet)
vor 19 Stunden schrieb Heijopai:

Das kann ich zumindest für die V2 bestätigen. Da wurde mein Mapping von @DeussenEngines vom Tester überschrieben und mein Steuergerät musste eine kleine Deutschlandreise machen, damit es rechtzeigtig zum OSL Event letztes Wochenende wieder richtig gemapped war.

Irgendwie kann man das aber verhindern, in dem man den Tester rechtzeitig aus dem Netzwerk nimmt oder so, So hat es mit der Ralf Müller von Befaster erklärt. Aber ich denke auch da kann Daniel fundiertere Antworten geben als ich.

 

Grüße Lars

Genau das habe ich befürchtet. Ich muss mal schauen, ob ich selbst per OBD nachschauen kann wie das Mapping ausschauen müsste, damit es nicht überschrieben wird. *Update - von Daniel* - Nein man kann das Mapping selbst nicht auslesen...

Das ist doch aber mega nervig - müsste ja allen Racing Maschinen so gehen, die ein angepasstes Mapping haben oder?

Der Trick mit dem Offline Modus ist nochmal ganz gut - die Wolfsburger Ducati Jungs stellen sich erstmal ziemlich unwissend auf...

Bearbeitet von ph4n7oM
++


Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb ph4n7oM:

die Wolfsburger Ducati Jungs stellen sich erstmal ziemlich unwissend auf...

Sind sie leider auch. Die Erfahrung musste ich auch machen. Dafür sind sie aber nett.

Fahr doch zu dem nach Leipzig, der scheint mir fähiger zu sein. Außerdem hat da auch @*1098s* seine her. Da sollten die das kennen.

 

++




Geschrieben
Am 20.6.2023 um 13:47 schrieb Cokezero:

Sind sie leider auch. Die Erfahrung musste ich auch machen. Dafür sind sie aber nett.

Fahr doch zu dem nach Leipzig, der scheint mir fähiger zu sein. Außerdem hat da auch @*1098s* seine her. Da sollten die das kennen.

 

Also nur deswegen werde ich sicher mein Bike nicht nach Leipzig bringen :D 
Aber ja deswegen habe ich auch gar keine Lust mein Motorrad hier in ne Werkstatt zu bringen - von umgebauten Rennstreckenbikes fehlt da leider die Kompetenz. Ich werde nochmal mit Daniel telefonieren und ansonsten eher nochmal Hannover in BeFaster anfragen.

Am 21.6.2023 um 07:30 schrieb Georg70:

Das Race Mapping muss man doch sichern können (usb stick)?

Ich stecke jetzt nicht wirklich tief im Thema. Das Mapping was ich drauf habe wurde direkt auf dem Prüfstand vom Vorbesitzer angepasst und kein offizielles Termi, Akra, Ducati Mapping. Wenn dann hätte man es beim Erstellen wegspeichern können/müssen. Das Mapping jetzt vom Bike auf ein USB Stick runterzuziehen ist denke ich nicht möglich. Dafür wird es diverse Sicherheitskriterien auf den Fahrzeugsteuergeräten geben. 

++


  • 4 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

3. Event 2023 - OSL II

Für mich ging es letzte Woche zurück zum Ursprung des Übels nach Oschersleben. Es war eigentlich erst mein 2. richtiges Event in diesem Jahr - Most im Juni musste ich ja leider canceln wie oben erwähnt. Auch das Oschersleben Event stand quasi bis kurz vor Abfahrt auf der Schippe. Mein Kleiner hatte mehrere Tage Fieber und auch Mama war krank - so dass ich daheim die Stellung hielt und natürlich hoffte auch nicht selbst schon wieder krank zu werden. Zum Glück ging es Sonntag langsam bergauf, so dass ich Sonntagabend anreisen konnte. Im Notfall war ich ja zum Glück "nur" 1h Stunde Autofahrt entfernt.

Sonntag Nachts zog dann noch das ein oder andere beeindruckende Gewitter über die Rennstrecke und kühlte zum Glück nach dem heissen Wochenende etwas ab.
Als das 2. Gewitter mich dann aber 5 Uhr in meinem Auto weckte und ich erstmal wieder die Scheiben schließen musste, war mir klar - der 1. Turn wird damit erstmal ins Wasser fallen und so war es.

Zum 2. Turn trocknete die Strecke und es konnte ganz normal raus gehen. In meiner ersten fliegenden Runde kam ich an meiner Sturzstelle vorbei, beschleunigte in Richtung Schikane und sah bereits die roten Lichter an der Ampelbrücke. Abbruch - der Kollege hatte es gerade mal 1/2 Runde bis zum Shell-S geschafft...damit war dann auch Turn 2/5 an diesem Tag gegessen. Noch 3 to go...

Die Zeitpläne in Oschersleben haben sich seit diesem Jahr generell geändert. Scheinbar hat jemand das Arbeitschutzgesetz entdeckt und mal auf die Arbeitszeiten der Streckenposten geachtet - es gibt jetzt also fixe Mittagspausen. Da die Rennstrecken dennoch teurer wurden und natürlich die gleiche Gruppenanzahl aufrecht erhalten werden muss - reduziert sich die Fahrzeit bzw. werden auch Rennen etc. neu strukturiert. Das 1000er SBK Rennen sollte am 1. Tag um 17:30 stattfinden, was ich etwas suboptimal finde. Damit wollen halt alle direkt 1. Tag eine Zeit setzen, wodurch das Chaos auf dem Track noch größer wird.

Ich wollte auf mein Gefühl hören und meine Entscheidung erst kurz vor der Deadline fällen. Erstmal wieder reinkommen und nach dem Sturz in OSL nicht direkt etwas im Rennen überstürzen.

Das Gefühl in den ersten Turns war prinzipiell super - Es fühlte sich schnell an, der Blick auf den Laptimer brachte allerdings erstmal Ernüchterung...ich kam nicht auf Zeiten und so beendete ich den 1. Tag nach den 3 Turns nur mit einer 1:34,7.
Generell waren auch über den ganzen Tag verteilt noch viele Stürze, volle Gruppen und somit wenig freie Runden möglich.
Warum auch immer hatte ich das Gefühl, dass mein Mopped auch an Leistung verloren hat. Ich kam nicht wirklich schnell aus den Ecken heraus - eher wie ein zäher Kaugummi. Ich experimentierte mit DTC, neu Kalibrieren, andere Gangwahl - aber so wirklich 100% überzeugt war ich nicht. Kurz vor dem Event kamen dann endlich meine Ducati Teile, auf welche ich locker 6 Wochen gewartet habe. Mein neues Dash war nicht angelernt. Endlich konnte ich wieder etwas erkennen...doch ab ca. 7,5tkm orangener Drehzahlmesser, was mich zusätzlich verwunderte - das Motorrad war natürlich warmgelaufen.
Nach reichlicher Überlegung hatte ich dann die Erleuchtung. Das Dash hatte noch keinen Kilometerstand und zeigt daher die Einfahrroutine an - eine Leistungsbegrenzung sollte es jedoch nicht geben. Zudem fiel mir nach dem Event ein, dass ich nach meinem Sturz den Temperatursensor nicht korrekt verbaut habe - ob dies auch Auswirkungen haben kann, wenn die Ansaugtemperatur evtl. nicht komplett korrekt ist kann ich nicht genau sagen (da auch ein angepasstes Mapping drauf ist)

Aus den ganzen Gründen ließ ich es entspannt angehen, meldete mich nicht für das Rennen an. Stattdessen war ich diesmal lieber Zuschauer oben auf dem Berg mit einem kühlen Feierabend-Bier in der Hand.

image.thumb.jpeg.a4b7a0a6c6108f4bdc74878411f32083.jpeg

image.thumb.jpeg.a80852f16e927fea0176644c0a468561.jpeg

Tag 2 sollte spannend werden - 33c waren angekündigt. Auf solche Temperaturen kann ich gut und gerne verzichten :D
Vormittags leider nur 2 Turns aufgrund der geänderte Zeitpläne - dann folgte das 600er Rennen und damit auch wiedermal ein weniger schöner Zwischenfall.
Das Rennen war abgewunken...ich hörte komische Geräusche und dann direkt die Ansagen - alle vom Berg runter. Damit war klar - das war kein normaler Unfall.
1 Fahrer hatte nach der Schwarz Weiß karierten Flagge den Gashahn zugedreht und den Rest könnt ihr euch denken. Insgesamt 3 Fahrer involviert und 2 davon lagen auf der Strecke. Kein schöner Anblick...als dann die ganze Menschenmenge den Berg nach unten kam, läuft eiskalt ein alter Sack zwischen allen durch und zückt sein Handy. Ganz ehrlich...so ein asoziales Verhalten habe ich bei dem Sport noch nicht erlebt und unsere Meinung hat er zu hören bekommen. Eigentlich sollte man solche Kollegen direkt von allen Veranstaltungen aussperren...

Nach einiger Zeit dann die beruhigende Durchsage - keine schweren Verletzungen - für uns war dadurch allerdings 5h!!! Pause, nur noch 2 Turns Rest und die Strecke mittlerweile bei ca. 50° Streckentemperatur.
Die letzten beiden Turns waren daher auch deutlich geringer besucht und es waren mehrere freie Runden am Stück möglich...ja zumindest so lang bis meine Lunge mit der Föhnluft nicht mehr viel anfangen konnte und mich meine Ausdauer im Stich lies.
Immerhin konnte ich mehrere 34er Runden am Stück und auch eine 34,1 fahren. Damit war ich jedoch auch 2s von meiner Performance im letzten Jahr weg.

image.thumb.jpeg.c499a236f346dfeec7647470436a60d7.jpeg

Für mein nächstes Event werde ich mir etwas mehr Zeit gönnen - freier Fahren, kein Blick auf den Laptimer und weniger versuchen eine Runde rauszuhauen. Wie gut das klappen wird? We will see...ich bin gespannt und habe jetzt schon Bock. 3 Weeks to go...

PS: Mir ist klar, dass dieser Beitrag für @turbostef und seiner Oschersleben Abneigung wiedermal die perfekte Bestätigung ist :D

Bearbeitet von ph4n7oM
++


Geschrieben

Alles richtig gemacht, nicht mit der Brechsstange, es geht nur um die goldene Ananas. 

Aber dein Bericht bestätigt mal wieder, was viele inzwischen sagen oder denken: 
Oschersleben ist inzwischen so attraktiv wie Ricarda Lang in rosa Leggins! 

Die Menge an Unfällen, schweren Unfällen  und Abbrüchen, sind inzwischen prägend für OSL, leider. 
Der Ruf der deutschen Proll-Strecke kommt inzwischen nicht von irgendwo.

Trotzdem schön das du langsam wieder zu alter Stärke findest. Vielleicht jetzt mal ne andere Strecke fahren, die dich nicht auf einen Sturz geprägt hat, dann kommt das Gefühl auch schneller wieder.

++


Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb ph4n7oM:

PS: Mir ist klar, dass dieser Beitrag für @turbostef und seiner Oschersleben Abneigung wiedermal die perfekte Bestätigung ist :D

Ich sag mal so es widerlegt meine Theorie nicht wirklich. Bei Rehm wird übrigens bei jedem Briefing Gebetsmühlenartig wiederholt, dass man bei Rennende, rot oder gelb etc. nicht schlagartig vom Gas gehen soll

vor 17 Minuten schrieb Leitwolf:

Aber dein Bericht bestätigt mal wieder, was viele inzwischen sagen oder denken: 
Oschersleben ist inzwischen so attraktiv wie Ricarda Lang in rosa Leggins! 

:D:D Post des Jahres 🙃

vor 18 Minuten schrieb Leitwolf:

Die Menge an Unfällen, schweren Unfällen  und Abbrüchen, sind inzwischen prägend für OSL, leider. 
Der Ruf der deutschen Proll-Strecke kommt inzwischen nicht von irgendwo.

Deutsche Proll-Strecke. Der hätte von mir sein können. Trifft es zu 100%

++


Geschrieben

 

vor einer Stunde schrieb turbostef:

Ich sag mal so es widerlegt meine Theorie nicht wirklich. Bei Rehm wird übrigens bei jedem Briefing Gebetsmühlenartig wiederholt, dass man bei Rennende, rot oder gelb etc. nicht schlagartig vom Gas gehen soll

Das ist bei den Veranstaltern in OSL aber auch so.
Jedenfalls kenne ich es so.
Aber ich hatte es auch schon, dass in der 3fach links jemand mitten auf der Strecke steht...

 

vor einer Stunde schrieb turbostef:

Deutsche Proll-Strecke. Der hätte von mir sein können. Trifft es zu 100%

Das liegt wohl daran, dass es die einzige Strecke in Deutschland ist, die tolerant mit Lärm umgeht und viele Veranstaltungen durchführt...

++


Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Cokezero:

Das liegt wohl daran, dass es die einzige Strecke in Deutschland ist, die tolerant mit Lärm umgeht und viele Veranstaltungen durchführt...

Die Gründe warum, sind eigentlich egal. 
Wobei der von dir genannte ws ausschlaggebend ist. 
Da will einfach jeder seine Krawalltüte ausfahren. Das zieht halt auch das entsprechende Klientel an.

Zudem liegt sie halt auch strategisch gut in D. 
 

 

++


Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Leitwolf:

Die Gründe warum, sind eigentlich egal. 
Wobei der von dir genannte ws ausschlaggebend ist. 
Da will einfach jeder seine Krawalltüte ausfahren. Das zieht halt auch das entsprechende Klientel an.

Zudem liegt sie halt auch strategisch gut in D. 
 

 

irgendwie hat sich OSL als DIE Referenzstrecke zum Sch..z vergleich etabliert. 

++


Geschrieben

@Leitwolf danke dir! Ich glaube aktuell fehlt mir einfach das letzte bisschen Vertrauen ins Vorderrad, um wieder noch schneller zu sein. Hat gar nix unbedingt mit der Strecke zu tun. Bis zu den 2 Abflügen dachte ich mir könnte nichts passieren bzw. ich merke schon was mir das Vorderrad sagt...das Vertrauen war riesig. Aktuell registriere ich gefühlt alles was mir das Vorderrad sagt und denke mir teils "hoffentlich geht das gut" und das hindert natürlich...so war es in Poznan auch. Da hilft nur fahren, fahren, fahren 🙂

@turbostef & @Leitwolf

Im Juni gab es ja leider auch einen noch schlimmeren Startunfall in Oschersleben - das kann natürlich auch auf jeder anderen Strecke passieren. Genauso wie nach Rennende...Natürlich hat der Veranstalter genau auf all die Dinge im Vorfeld gebetsmühlenartig sensibilisiert - wie schon immer.
Ich habe letzte Woche aber auch erst von den Leuten an der Strecke gehört, dass die letzten Wochen insgesamt extrem gewesen sein sollen.
Ob es am Klientel oder an der Strecke liegt...schwer zu sagen. Theoretisch dürften allein im Rennen >40 Leute dort starten...das ist einfach zu viel, vor allem im Hobbybereich.
Allein eine Reduzierung der Teilnehmer auf der Strecke würde hier schon immens weiter helfen. Das müsste gemeinsam mit Rennstrecke und Veranstaltern gemacht werden...stetig höhere Kosten vereinfachen das Problem auf keinen Fall.

Wenn ich allerdings so an andere Strecken wie Most oder Brünn denke, würde ich nicht sagen dass großartig weniger passiert.

++


Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb ph4n7oM:

Aktuell registriere ich gefühlt alles was mir das Vorderrad sagt und denke mir teils "hoffentlich geht das gut" und das hindert natürlich

Das denke ich, ist normal. Dann ist man genau da übersensibel.
Mit der Zeit wird das besser, weil man wieder Vertrauen aufbauen kann. Das dauert aber länger, als das Vertrauen zu zerstören 🤔

++


Geschrieben
vor 49 Minuten schrieb Cokezero:

 

Das ist bei den Veranstaltern in OSL aber auch so.
Jedenfalls kenne ich es so.
Aber ich hatte es auch schon, dass in der 3fach links jemand mitten auf der Strecke steht...

 

Das liegt wohl daran, dass es die einzige Strecke in Deutschland ist, die tolerant mit Lärm umgeht und viele Veranstaltungen durchführt...

Da gehe ich davon aus, dass das bei allen Veranstaltern benannt wird. Mit unterschiedlichem Ergebnis offensichtlich

Nur am DB Limit wird es nicht liegen denke ich, sondern eine Kombination aus diesem Punkt und der Erreichbarkeit

vor 32 Minuten schrieb ph4n7oM:

Im Juni gab es ja leider auch einen noch schlimmeren Startunfall in Oschersleben - das kann natürlich auch auf jeder anderen Strecke passieren. Genauso wie nach Rennende...Natürlich hat der Veranstalter genau auf all die Dinge im Vorfeld gebetsmühlenartig sensibilisiert - wie schon immer.
Ich habe letzte Woche aber auch erst von den Leuten an der Strecke gehört, dass die letzten Wochen insgesamt extrem gewesen sein sollen.
Ob es am Klientel oder an der Strecke liegt...schwer zu sagen. Theoretisch dürften allein im Rennen >40 Leute dort starten...das ist einfach zu viel, vor allem im Hobbybereich.
Allein eine Reduzierung der Teilnehmer auf der Strecke würde hier schon immens weiter helfen. Das müsste gemeinsam mit Rennstrecke und Veranstaltern gemacht werden...stetig höhere Kosten vereinfachen das Problem auf keinen Fall.

Wenn ich allerdings so an andere Strecken wie Most oder Brünn denke, würde ich nicht sagen dass großartig weniger passiert.

Meine Theorie ist:

Wer mit Rehm nach Mugello geht ist entweder Schweizer :D  oder ein Deutscher, der im gesetzteren Alter ist und etwas mehr Geld (und Lebenserfahrung) hat. Mit steigendem Alter macht man sich mehr Gedanken um die Gesundheit, hat mehr Verantwortung (auch für andere) usw.

Die Bereitschaft voll reinzuhalten nimmt ab und der Spaß steht im Vordergrund.
 

OSL zieht wohl eher mehr von den Jungspunden an. Ich verurteile das gar nicht groß sondern stelle das nur fest. Mit 20 war es mir wichtiger einen Konkurrenten zu überholen (sei es Straße oder Renne) als unversehrt nach Hause zu kommen. Die Risiken, die man damals eingegangen ist waren hirnrissig. Insofern will ich nicht der erste sein, der den Stein wirft.

Kurzum: Am Veranstalter dürfte es weniger liegen (Hafeneger fährt ja auch viel in OSL und ist weder billig, noch schlecht organisiert).

Insofern spricht viel dafür, dass es eher das Klientel ist, dass von OSL angezogen wird wie die Fliege von der Scheiße :D

Den Rest des Risikos macht dann m.E. die Strecke selber aus, die m.E. an den relevanten Stellen viel zu wenig Auslauf bietet und zudem recht eng ist, was gefahrloses überholen erschwert.

Und dann noch der Ostblock Charme und das Ambiente drumherum....OSL sieht mich so schnell nicht wieder.

 

(Beim stehenden Start bei Rehm am Red Bull Ring hat einer in der ersten Reihe auch gedacht er muss nach dem Frühstart sein Moped zurückschieben während alle anderen gestartet sind....Schwachköpfe gibt es also überall. Ich selber habe es nicht gesehen, weil ich in der Box saß aber mein Boxennachbar hat nur "Nein nein nein" gerufen....Zum Glück ging es gut. Ist also eher der Teilnehmer als der Veranstalter).

 

Aber hey, ich bin froh über jeden, der in OSL fährt und nicht "meine" Strecke in der Toskana in Beschlag nimmt :D

 

 

 

++


Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Cokezero:

Das denke ich, ist normal. Dann ist man genau da übersensibel.
Mit der Zeit wird das besser, weil man wieder Vertrauen aufbauen kann. Das dauert aber länger, als das Vertrauen zu zerstören 🤔

Ich bin bisher nur einmal über das Vorderrad abgeflogen (auf Kühlflüssigkeit) und habe noch nie Vertrauen in das Vorderrad gehabt :D Deswegen läuft das abklappen in die Kurve oder das umlegen bei mir auch in Zeitlupe ab, damit ich das Vorderrad nicht überfordere. Gefühlt verliere ich an solchen Stellen Minuten.....Ich nehme es mir immer wieder vor schneller umzulegen aber irgendwie macht der Kopf da nicht mit.

 

++


Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb turbostef:

Ich bin bisher nur einmal über das Vorderrad abgeflogen (auf Kühlflüssigkeit) und habe noch nie Vertrauen in das Vorderrad gehabt :D Deswegen läuft das abklappen in die Kurve oder das umlegen bei mir auch in Zeitlupe ab, damit ich das Vorderrad nicht überfordere. Gefühlt verliere ich an solchen Stellen Minuten.....Ich nehme es mir immer wieder vor schneller umzulegen aber irgendwie macht der Kopf da nicht mit.

 

Ich zitiere dazu mal einen Instruktor, der zu mir sagte: " Du kannst in der Kurveneinfahrt noch sehr viel gewinnen, viel später bremsen und weiter in die Kurve hinein. Und schneller rein und schneller umlegen. - Aber nicht übertreiben, meine letzten drei Stürze waren alle übers Vorderrad.:D"

Ralf:::::;)

++


Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb turbostef:

(Beim stehenden Start bei Rehm am Red Bull Ring hat einer in der ersten Reihe auch gedacht er muss nach dem Frühstart sein Moped zurückschieben während alle anderen gestartet sind....Schwachköpfe gibt es also überall. Ich selber habe es nicht gesehen, weil ich in der Box saß aber mein Boxennachbar hat nur "Nein nein nein" gerufen....Zum Glück ging es gut. Ist also eher der Teilnehmer als der Veranstalter).

 

stehende Starts im Hobbybereich finde ich eh grenzwertig. Fahre ich nicht mit. Speer macht anschließende Shoot-outs an der Startlinie mit 3 Moppeds für die die Starts üben möchten.

++


Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb maddin:

stehende Starts im Hobbybereich finde ich eh grenzwertig. Fahre ich nicht mit. Speer macht anschließende Shoot-outs an der Startlinie mit 3 Moppeds für die die Starts üben möchten.

Ich finde stehende Starts auch super gefährlich und sinnlos. Auch wenn ich am Red Bull Ring beim stehenden Start das halbe Feld überholt habe :D

Rehm macht das auch nicht wirklich stringend sondern von der Strecke abhängig. Mugello fliegender Start Rijeka und Red Bull stehender Start. Liegt glaube ich an den jeweiligen Bestimmungen des Landes, ob stehender Start bei Hobby Veranstaltungen erlaubt ist oder nicht. Noch schlimmer finde ich nur den Le Mans Start.... Kompletter Bullshit

vor 51 Minuten schrieb ducatist:

Ich zitiere dazu mal einen Instruktor, der zu mir sagte: " Du kannst in der Kurveneinfahrt noch sehr viel gewinnen, viel später bremsen und weiter in die Kurve hinein. Und schneller rein und schneller umlegen. - Aber nicht übertreiben, meine letzten drei Stürze waren alle übers Vorderrad.:D"

Ralf:::::;)

Das reinbremsen kann ich halbwegs. Die Kunst ist es halt nur so viel Speed zu haben, dass man das auch tatsächlich braucht :D Ich habe die Bremse immer ein bisschen anliegen, damit ich auch Druck auf dem Vorderrad habe. Dummerweise bin ich halt vorher zu langsam, um tatsächlich tief in die Kurve reinbremsen zu müssen :D Das schnelle umklappen klappt maximal für 2 Runden in schnellen Wechselkurven. Bei Einzelkurven bin ich immer zu langsam, weswegen ich früh einlenken muss, was mir dann die Linie ruiniert. Irgendwie sträubt sich der Kopf. Manchmal beobachte ich andere Fahrer da dauert das umlegen von 0 Grad Schräglage auf 50 irgendwie eine Millisekunde. Bei mir ist das eher Zeitlupe :D

++


Geschrieben
vor 35 Minuten schrieb turbostef:

Ich finde stehende Starts auch super gefährlich und sinnlos. Auch wenn ich am Red Bull Ring beim stehenden Start das halbe Feld überholt habe :D

Rehm macht das auch nicht wirklich stringend sondern von der Strecke abhängig. Mugello fliegender Start Rijeka und Red Bull stehender Start. Liegt glaube ich an den jeweiligen Bestimmungen des Landes, ob stehender Start bei Hobby Veranstaltungen erlaubt ist oder nicht. Noch schlimmer finde ich nur den Le Mans Start.... Kompletter Bullshit

Das reinbremsen kann ich halbwegs. Die Kunst ist es halt nur so viel Speed zu haben, dass man das auch tatsächlich braucht :D Ich habe die Bremse immer ein bisschen anliegen, damit ich auch Druck auf dem Vorderrad habe. Dummerweise bin ich halt vorher zu langsam, um tatsächlich tief in die Kurve reinbremsen zu müssen :D Das schnelle umklappen klappt maximal für 2 Runden in schnellen Wechselkurven. Bei Einzelkurven bin ich immer zu langsam, weswegen ich früh einlenken muss, was mir dann die Linie ruiniert. Irgendwie sträubt sich der Kopf. Manchmal beobachte ich andere Fahrer da dauert das umlegen von 0 Grad Schräglage auf 50 irgendwie eine Millisekunde. Bei mir ist das eher Zeitlupe :D

Italien gibt's nur noch fliegende Starts im Hobbybereich, war bei einem der ausschlaggebenden Unfälle in Mugello live dabei als in der 2. Reihe einer stehenblieb und aus der letzten Reihe einer voll drauf ist.
Und die Leistungsdichte beim Rehm in Mugello kennst Du ja im Hauptrennen, ich stand damals mit 2:03 in besagter letzter Reihe, zum Glück auf der anderen Seite.
Ein paar Wochen später hat's in Misano auf die gleiche Art geknallt, wieder letaler Ausgang. Seit dem kann ich mich nur nur an fliegende Starts erinnern.

Aber selbst hier gibt's Idioten die aus der letzten Reihe sich in der Formationsrunde bis an die Spitze durchfräsen mit halsbrecherischen Manövern obwohl sie sowieso wieder gefressen werden bzw. disqualifiziert werden.

++


Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb lucky7:

Italien gibt's nur noch fliegende Starts im Hobbybereich, war bei einem der ausschlaggebenden Unfälle in Mugello live dabei als in der 2. Reihe einer stehenblieb und aus der letzten Reihe einer voll drauf ist.
Und die Leistungsdichte beim Rehm in Mugello kennst Du ja im Hauptrennen, ich stand damals mit 2:03 in besagter letzter Reihe, zum Glück auf der anderen Seite.
Ein paar Wochen später hat's in Misano auf die gleiche Art geknallt, wieder letaler Ausgang. Seit dem kann ich mich nur nur an fliegende Starts erinnern.

Aber selbst hier gibt's Idioten die aus der letzten Reihe sich in der Formationsrunde bis an die Spitze durchfräsen mit halsbrecherischen Manövern obwohl sie sowieso wieder gefressen werden bzw. disqualifiziert werden.

Super Geschichte aber wir warten auf die andere :D

 

++


  • 1 Monat später...
Geschrieben (bearbeitet)

4. Event 2023 - Brno oder die Suche nach dem Grip

Vor etwas über eine Woche ging es endlich wieder los...ab nach Brünn mit FR Performance für 3 Tage.
1 Monat Pause innerhalb der Saison ist definitiv mehr als ausreichend, zumal in der bisherigen Saison ja auch irgendwie der Wurm drin war. Pünktlich vor Abfahrt meldete sich dann noch ein Kollege von uns (meine Mitfahrgelegenheit) krank, so dass es für uns nur zu 2. in den Süden ging.

Die Anreise von knapp 9h mit den ganzen Staus war echt völlig ausreichend, so dass ich es bisher auch noch nicht südlicher geschafft habe. Der Neid für die in Süddeutschland sesshaften Kollegen ist euch auf alle Fälle gewiss.

Für mich war es das erste Mal Brünn im Sommer, bei gutem Wetter und Temperaturen > 12c. Kurz zusammen gefasst, wir hatten wirklich 3 perfekte Tage mit teils 27c-29c.

Mein Prio Ziel Nummer 1 war es endlich wieder frei zu fahren, ohne Druck und ohne Blick auf den Laptimer. Da mich in letzter Zeit die GPS Aufzeichnung meines Qstarz extrem genervt hat (meine Linie ging aufgrund von Abweichungen quasi immer durchs Kies), hab ich mir vor dem Event eine Racebox Mini S gegönnt. 25Hz Aufzeichnung mit integrierter Inertial Sensorik und Aufzeichnung auch ohne Handy möglich. So hatte ich quasi auch gar nicht die Versuchung doch noch auf den Laptimer zu schauen.

Und so ging es ganz entspannt um 10 Uhr raus in den ersten Turn. Die erste Gruppe durfte als Letztes raus - habe ich auch lang nicht erlebt. Schön Langschläfer Frühstück...
Die ersten Runden ganz nach Gefühl haben sich gut angefühlt, wobei ich schon die ersten Rutscher am Heck hatte und auf das Gripniveau von Brünn geerdet wurde. Nix Kritisches, aber man kennt es so einfach nicht von anderen Strecken. Mein Hinterreifen hatte auch erst 2 Turns hinter sich - war zu Dem Zeitpunkt also noch gut gerüstet. Zurück im Fahrerlager fragte mich mein Kollege nach meinem Gefühl und was ich zeitlich denke - abgeschätzt mit einer 2:18, startete ich doch tatsächlich mit einer 2:13 hoch in den Tag.
Wow....das hätte ich so nicht gedacht. Kurz zum Vergleich: Meine PB liegt aus dem letzten Jahr bei einer 2:10,9 , wobei ich aber auch seit meinem Sturz im Schnitt 1-2s langsamer pro Strecke geworden bin.

PUBE7720.thumb.jpg.25e523cac77fe6a3abf510face56ea55.jpg

Nach dem 1. Turn erstmal Technikcheck...alles schaut gut aus. Also entsprechend motiviert in den 2. Turn gestartet. Erste Kurve rechts...3. Gang, rausbeschleunigen und hochschalten...
Hochschalten habe ich gesagt, eh Moment mal - wo ist eigentlich mein Schalthebel? Kurzer Blick nach unten: irgendwie baumelt der ziemlich trostlos nach unten.
Also einmal im 3. Gang um den kompletten Kurs. Zum Glück nichts verloren - es hatte sich nur Verbindung zum Quickshifter gelöst. Die Schraube (welche natürlich eingeklebt war) hing noch im Kugelgelenk. Das ist mir jetzt irgendwie schon zum 2. Mal bei der Gilles Anlage passiert.
Dies war zum Glück mein einziges Problemchen die Tage mit dem Mopped. Ansonsten konnte ich tatsächlich komplett frei fahren.

SPOF0013.thumb.jpg.c5b64282f585a347fc92f72342bd4e6e.jpg

Der Zeitplan bei FR war echt sportlich. 1h Pause zwischen den Turns - 6 Turns insgesamt und am 1. Abend von 17 - 19 Uhr ein 2h Endurance. @rickenracer und ich haben uns vor Ort noch spontan zum Spaß und für zusätzliche Fahrzeit mit angemeldet. Aus der schnellsten Gruppe ist der Zeitplan allerdings echt suboptimal. Mittagspause kaum vorhanden, da man rein kommt - 10min später die Fahrerbesprechung für das Rennen und kurze Zeit später ein einziger Quali Turn. Vor dem Rennen endet die Schnellste Gruppe gerade Mal 4 min vor Öffnung der Boxengasse.
Daher kam @rickenracer (Rene) endlich auch mal in das Vergnügen eines Le Mans Starts. Doch wir zwei Helden hatten dabei eine Sache nicht bedacht...

Als Rene in der Startaufstellung vom Mopped stieg, bemerkten wir da so eine komische Abreissleine seiner Helite Weste. Ich also den Clip und das Motorrad gehalten, noch schnell bemerkt dass die Zündung aus war (also angemacht) und dann kam er angerannt. Gefühlt im Sprung die Weste verbunden, er natürlich die Zündung wieder aus gemacht und eh wir weg gekommen sind war das Feld schon um die erste Kurve auf und davon. P25/26 und die Aufholjagd sollte beginnen.
Wir hatten keinen 3. Mann, die Absprache lautete: bis der Tank leer ist. Ich rechnete grob nach 30min mit ihm und stellte mich nach knapp 25min an die Boxenmauer, die Sonne brannte im Gesicht. Doch Rene wollte und wollte einfach nicht rein kommen - er setzte die Ansage perfekt um und ritt tatsächlich fast 50min auf der Duc ab. Wahnsinns Leistung...und der Sonnenbrand war mir gewiss.
Dass ich soweit mit meiner Pace nicht komme, war mir klar. Ich wollte aber mindestens 30min durchhalten und konstante Runden fahren.
Wieder ohne Laptimer pendelte ich mich mit einem Speed ein, welchen ich gut über die Zeit inkl. Überholen & Überrunden fahren konnte. Dabei kamen quasi konstante 2:14er Zeiten heraus, was für mich vollkommen okay war.
Das späte Rennen und die damit verbundene tiefstehende Sonne machten den bergauf Part im letzten Sektor besonders spannend. Irgendwann hat man quasi nichts mehr gesehen und musste blind einlenken und um die Kurve fahren.
Im Endeffekt sind wir trotz des verkorksten Starts und ohne Ambitionen noch 9. geworden, womit wir gar nicht gerechnet hatten. Auf alle Fälle hat es riesigen Spaß gemacht und wir waren gut kaputt nach diesem 1. Tag. Muskelkater inklusive: Da ich seit 1 Jahr immer mal wieder Probleme mit meinem rechten Handgelenk habe und natürlich auch genau vor Brünn - wollte ich so wenig wie möglich Last auf die Arme bringen. Hat auch super funktioniert - nur dass ich dadurch meine Beine um das gefühlt 10 fache mehr belastet habe...

image.thumb.jpeg.a281c4ca81a33fd40bd7fcae11327a5e.jpeg

Der suboptimale Zeitplan zog sich auch durch Tag 2 und 3. Zum Glück hatten wir das Endurance noch für zusätzliche Fahrzeit mitgenommen. Warum auch immer konnte man die Sprint Rennen vor Ort nicht nachbuchen. Diese müssen bei FR online gebucht werden. Angeblich weil die Rennen mit den CUP Läufen gemischt sind und es sonst zu viel Aufwand macht. Schade, so hatte ich mich eig. mit am Meisten auf die Sprint Rennen gefreut. Konsequenz - 5h Pause für alle Nicht-Rennteilnehmer und sogar eig. 1 Turn weniger für die schnellste Gruppe am Samstag.
Daher hatten wir uns dafür entschieden am Samstagnachmittag noch ein wenig in Gruppe B zusammen zu fahren und so habe ich Rene immerhin zu einer starken 2:19 gezogen!

Noch mehr hat es mich um die Sprint Rennen geärgert, da aufgrund der CUP Veranstaltung einige schnelle Jungs da waren...als Vergleich: ich glaube ca. 2 Leute sind sogar konstante 2:06er Zeiten gefahren (es geht also trotz des schlechten Grips). Da die Veranstaltung aber bei weitem nicht ausgebucht war, hat man auf der Strecke auch so gut wie kein Verkehr gehabt - zum Fahren natürlich super geil - jedoch so gut wie keine Gelegenheit gehabt mal gezogen zu werden.

Am 2. Tag häuften sich dann auch die Stürze, warum auch immer war Tag 1 viel ruhiger. So stürzten teilweise aber bis zu 5 Leute in einem Turn. Generell muss man aber sagen, dass das Streckenpersonal in Brno einen Top Job macht. Nicht mal 1 Runde später und jede Gelb Phase war schon wieder vorbei.
Viele Stürze übers Vorderrad und auch ohne jeglichen erkennbaren Grund bei vielen mit denen ich gesprochen habe.

Ob der Grip noch schlechter geworden ist, kann ich nicht wirklich sagen. Viele Rutscher in Turn 7, 9, 10 und 14. Zusätzlich kommen auf alle Fälle noch viele Bodenwellen an den Kurveneingängen hinzu (Turn 1, Turn 10, Turn 13,...)
Aber es geht allen so. Ich merkte jedoch, dass es mich teilweise beim Gasgeben hemmte und ich auch immer vorsichtiger am Kurveneingang wurde.

SPOF8939.thumb.jpg.d3f53393feb91a350cb56de331842dab.jpg

Ernüchternd könnte man sagen, dass ich tatsächlich nur tiefe 2:13er Zeiten gefahren bin und optimal ne tief 12. Damit war ich also auch ca. 2s weg von meiner PB. War ich unzufrieden?
Enttäuscht ein wenig, klar - irgendwie ist es nicht leicht auf einmal langsamer zu sein, ABER ich hatte echt Spaß am Fahren, da ich frei fahren konnte - keine Runde rausgepresst habe und es sich viel entspannter angefühlt hat.

Im Nachgang habe ich jetzt nochmal meine Runden verglichen und ich weiß wo ich die Zeit verliere. Tatsächlich war ich letztes Jahr konsequenter beim Halten der 100% Gasstellung bis zum Bremspunkt und auch in den Kurveneingangsgeschwindigkeiten habe ich verloren.
Leider muss ich bis zum nächsten Event noch ca. 2,5 Wochen warten - am liebsten würde ich dies natürlich direkt JETZT umsetzen. :D

Der Sonntag bot dann lediglich nur noch 2 Genießerturns, da im Anschluss wieder 5h Pause bis fast 16 Uhr gewesen wären. Das hätte sich mit der anschließenden Fahrzeit nicht gelohnt und so ging es für uns frühzeitig zurück auf den Heimweg...

PS: She's red again...wird natürlich noch paar Details bekommen.

Bearbeitet von ph4n7oM
++


Geschrieben

Schöner Bericht. 2.13 ist ja nun nicht wirklich schlecht. Davon kann zB ich nur träumen ;) Aber klar. Jede Veranstaltung, wo man nicht schneller geworden ist hinterlässt ein G'schmäckle wie wir hier im Schwabenland sagen.

Im R4F Forum habe ich gelesen, dass zu dem niedrigen Grip Niveau in Brünn mittlerweile auch ein Reifenverschleiß des Grauens hinzukommt. Mein Mech sagt, dass man in Brünn alles über SC1 gar nicht fahren braucht.

Wenn es dir aber eine SC1 in 3 Turns runterzieht, dann ist das nicht so lustig.

Was mich an deinem Bericht etwas erschreckt ist die Tatsache, dass der Grip mittlerweile wohl nicht mehr nur am Kurvenausgang schlecht ist - damit kann man leben, da HR Rutscher kontrollierbar sind - sondern auch am Kurveneingang.

Auch wenn ein berühmter Rennfahrer mal gesagt hat "wenn es vorne nicht rutsch, bist du nicht schnell" kann ich gerne auf VR Rutscher verzichten.

Aber die Strecke soll Gerüchten nach ja vom neuen Besitzer im Winter neu asphaltiert werden. Da der Konkurrent in Most nachgelegt hat und die Strecke neu Asphaltiert hat, musste Brünn nachziehen. Etwas Konkurrenz belebt also das Geschäft

 

Zu FR Performance: Solche unflexiblen Veranstalter habe ich gefressen... Geht nicht, wollen wir nicht, können wir nicht bla bla. Bei den Preisen was die Scheiße mittlerweile kostet sollte man dem Kunden das maximale Vergnügen bieten und nicht 5 Stunden verhungern lassen. Man liest ja im Vorfeld nicht sämtliche Details....Deswegen bin ich mit Rehm sehr zufrieden, weil das alles sehr familiär abläuft. Hier und da finde ich den Zeitplan manchmal auch nicht optimal oder das ein oder andere Detail aber in der Summe ist hier der Kunde kein Störenfried sondern ein Partner auf Augenhöhe.

PS: Ja im Süden ist es "besser", wenn man bereits ist auch mal 7-8 Stunden zu fahren. Denn mit diesem Zeitfenster kommst du im Prinzip auf so ziemlich jede Rennstrecke in Europa. Hier in Stuttgart haben wir allerdings bis auf Hockenheim und Anneau du Rhin keine Strecke im Zeitfenster von 1-2 Stunden. Dafür eben mit die besten Strecken im Zeitfenster von bis zu 9 Stunden. Und v.a. Strecken, wo man nicht gleich kastriert wird, wenn man ohne DB Killer fährt ;) Bringt ja nix Duc zu fahren und neben dem Sachsenring zu wohnen :D

++


Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb turbostef:

Bringt ja nix Duc zu fahren und neben dem Sachsenring zu wohnen

Wieso? Gas nicht ganz auf an der Messstelle und sich den Rest der Runde über eine sensationelle Strecke freuen. Klappt ganz hervorragend. 

Dass mir gerade in der Sachsenkurve Márquez mässig das VR eingeklappt ist und meine V4S ziemlich mitgenommen ist, ändert nichts daran, dass der Sachsenring für mich aktuell die favorisierte Strecke in D ist. Mit OSL bin ich durch...

++


Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb bu2tler:

Wieso? Gas nicht ganz auf an der Messstelle und sich den Rest der Runde über eine sensationelle Strecke freuen. Klappt ganz hervorragend. 

Dass mir gerade in der Sachsenkurve Márquez mässig das VR eingeklappt ist und meine V4S ziemlich mitgenommen ist, ändert nichts daran, dass der Sachsenring für mich aktuell die favorisierte Strecke in D ist. Mit OSL bin ich durch...

Mit welcher Spec fährst du? Original Auspuff? Wenn ja, dann kommt das für mich derzeit nicht wirklich in Frage. Keine Lust meinen Motor zu schlachten durch Hitzestau wegen Kat usw.

Beim nächsten Moped habe ich aber die Idee das Ding einfach komplett original zu lassen und einfach alle 2 Jahre ein neues Moped zu kaufen. Dann wäre es egal.

 

Theoretisch hätte ich ja den Nelson am Start mit dem ich Sachsenring fahren können sollte. Irgendwie finde ich am SaRi aber nur Termine Mo/Di, was bei mir nicht in Frage kommt.

Und selbst bei Terminen am WE hätte ich keine Lust wegen Tageslärmkontigent aufgebraucht usw. abreisen zu müssen.

Die Strecke ist ja jetzt aus Stuttgart auch nicht wirklich um's Eck (ca. 420 KM), so dass es mich bisher noch nicht wirklich dahingezogen hat wegen DB Limit und Verfügbarkeit von WE Terminen

 

Spa-Francorchamps ist 20 Kilometer näher und da kann ich mit dem Nelson komplett durchballern ;) Und Spa ist aller aller oberstes Regal was die Strecke angeht 🙂 Oder einfach 800 KM südlich nach Mugello zum jährlichen Krümmerabriß :D

(Ich gebe aber zu, dass mich der SaRi reizt. Einmal will ich da hin. Unter anderem deswegen habe ich ja den Nelson gekauft)

++


Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb turbostef:

Original Auspuff?

Jupp. 

Allerdings scheine ich irgendwas verkehrt zu machen, bisher ist mir noch keine V4 den Hitzetod gestorben 🤷‍♂️ 

++


Geschrieben (bearbeitet)

Ich war auch da, schade haben wir uns nicht gesehen. Ich war das erste Mal dort und in der zweitschnellsten Gruppe unterwegs. 

Aber ich war auch auf einem Fremdprodukt unterwegs. 

 

Ich fand die Veranstaltung aus meiner Sicht top organisiert und es hat wirklich ein angenehmes Fahrerfeld. Ich wurde, wann dann immer sauber überholt und auch die Stimmung emdfand ich angenehm.  

Vor dem Event war ich, mit einem günstig Anbieter am Slovakia Ring, spezielles Klientel und bis zu 62 Fahrer in derselben Gruppe. Davor war ich mit Meindl am Pannonia Ring. 

Ich werde wohl nächstes Jahr wieder mit FR Performance und Meindl ein Event buchen. 

 

Dass man die Rennen nicht vor Ort anmelden konnte, geb ich dir recht, war schade und hat auch viele verärgert. Ich fahre selten Rennen, aber hätte dort doch auch gerne das Rennen gemacht. Der Zeitplan war für mich in der zweite Gruppe okay und sie haben ja auch Tragweise gewechselt. Wieso die schnellste Gruppe keinen letzten Turn hat, habe ich mich auch gefragt und mir mit der Aussage die fahren sicher alle am Renne und daher wäre der Turn sowieso leer, beantwortet. 

 

Was aus meiner Sicht schade ist, dass sie die Läute am Vortag draussen warten liessen, obwohl die Rennstrecke leer war. Sonst waren sie aber sehr flexibel, mein Freund hat es getestet und konnte sage nach Moped wechsel die Nummer mit wechsel. 

 

Das mit dem vielen stürzen am zweiten Tag ist mir auch aufgefallen, hab ich aber auf die Müdigkeit und wegen des nochmals schöneren Wetter auf die Übermotivation gewisser Teilnehmer geschoben. 

 

Brno hat ja anscheinen einen neuen Investor und somit soll die Zukunft gesichert sein. Das freut mich sehr. Weil die Strecke ist echt klasse, hat mir sehr gut gefallen. Obwohl ich das Bergabbremsen nicht so mag. Wäre schade gewesen um diese Strecke und hat mich schon auch etwas an Mugello erinnert. Mit dem Gripp hatte ich nicht so mühe, aber SC1 hat der Asphalt sogar bei meinen Zeiten gefressen. Zu den Wellen da sind mir vor allem zwei stark aufgefallen, vor dem Omega, die kann man aber mit späterem einlenken gut umfahren. Und Bergauf bei der Schikane, die ist eklig und wohl auch als Highsider Kurve bekannt. Etwas länger Innenbleiben Bike frühe aufstellen und zu den Curbs herausbeschleunigen soll da wohl die Lösung sein. Da hatte ich aber am ersten Tag ein Rechter rutschen und danach nicht die Courage da voll rein zu halten.  

 

Aber Brno sieht mich sicher wieder! 

 

Bearbeitet von Zoettel
++


Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb turbostef:

Schöner Bericht. 2.13 ist ja nun nicht wirklich schlecht. Davon kann zB ich nur träumen ;) Aber klar. Jede Veranstaltung, wo man nicht schneller geworden ist hinterlässt ein G'schmäckle wie wir hier im Schwabenland sagen.

Im R4F Forum habe ich gelesen, dass zu dem niedrigen Grip Niveau in Brünn mittlerweile auch ein Reifenverschleiß des Grauens hinzukommt. Mein Mech sagt, dass man in Brünn alles über SC1 gar nicht fahren braucht.

Wenn es dir aber eine SC1 in 3 Turns runterzieht, dann ist das nicht so lustig.

Was mich an deinem Bericht etwas erschreckt ist die Tatsache, dass der Grip mittlerweile wohl nicht mehr nur am Kurvenausgang schlecht ist - damit kann man leben, da HR Rutscher kontrollierbar sind - sondern auch am Kurveneingang.

Auch wenn ein berühmter Rennfahrer mal gesagt hat "wenn es vorne nicht rutsch, bist du nicht schnell" kann ich gerne auf VR Rutscher verzichten.

Aber die Strecke soll Gerüchten nach ja vom neuen Besitzer im Winter neu asphaltiert werden. Da der Konkurrent in Most nachgelegt hat und die Strecke neu Asphaltiert hat, musste Brünn nachziehen. Etwas Konkurrenz belebt also das Geschäft

 

Zu FR Performance: Solche unflexiblen Veranstalter habe ich gefressen... Geht nicht, wollen wir nicht, können wir nicht bla bla. Bei den Preisen was die Scheiße mittlerweile kostet sollte man dem Kunden das maximale Vergnügen bieten und nicht 5 Stunden verhungern lassen. Man liest ja im Vorfeld nicht sämtliche Details....Deswegen bin ich mit Rehm sehr zufrieden, weil das alles sehr familiär abläuft. Hier und da finde ich den Zeitplan manchmal auch nicht optimal oder das ein oder andere Detail aber in der Summe ist hier der Kunde kein Störenfried sondern ein Partner auf Augenhöhe.

PS: Ja im Süden ist es "besser", wenn man bereits ist auch mal 7-8 Stunden zu fahren. Denn mit diesem Zeitfenster kommst du im Prinzip auf so ziemlich jede Rennstrecke in Europa. Hier in Stuttgart haben wir allerdings bis auf Hockenheim und Anneau du Rhin keine Strecke im Zeitfenster von 1-2 Stunden. Dafür eben mit die besten Strecken im Zeitfenster von bis zu 9 Stunden. Und v.a. Strecken, wo man nicht gleich kastriert wird, wenn man ohne DB Killer fährt ;) Bringt ja nix Duc zu fahren und neben dem Sachsenring zu wohnen :D

Ich war Ende Mai in Brünn, wie man unschwer meiner Signatur entnehmen kann.

Thema Grip ist ein wenig sich die eigenen Zeiten schönreden, weil man sei ja um x Sekunden schneller, da der Grip so schlecht ist. Kann ich so nicht bestätigen. Klar war er schon besser, aber so schlecht ist er nicht.
Genausowenig der Reifenverschleiß und die Bodenwellen. DIe gibt es seit x Jahren und Reifen brauchte es auch vor 10 Jahren schon mehr wie andernorts. 

++


Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb 9to10:

Ich war Ende Mai in Brünn, wie man unschwer meiner Signatur entnehmen kann.

Thema Grip ist ein wenig sich die eigenen Zeiten schönreden, weil man sei ja um x Sekunden schneller, da der Grip so schlecht ist. Kann ich so nicht bestätigen. Klar war er schon besser, aber so schlecht ist er nicht.
Genausowenig der Reifenverschleiß und die Bodenwellen. DIe gibt es seit x Jahren und Reifen brauchte es auch vor 10 Jahren schon mehr wie andernorts. 

denke so ein Pax mit ner 2:01 dieses Jahr wird den unterschied dann merken, aber bis dahin sind es noch 15 Sekunden für mich...

++




×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wenn du dich hier anmeldest hast du die Datenschutzerklärung und die Foren Regeln gelesen! Du versicherst damit dich auch an diese zu halten!