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1299s Federvorspannung einstellen; Kabel ab?


Papavonvier

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Geschrieben

Moin!

Hört sich vielleicht komisch an... Muss ich die elektrischen Anschlüsse der Gabel vorn erst lösen, um die Federvorspannung einzustellen, oder kann das dranbleiben?

Gestern konnte ich mal 200km mit ihr fahren und habe dann auch mal ein paar Vollbremsungen gemacht. Da fiel mir auf, dass die Gabel bis auf etwa 1,5-2cm vor Gabelfuß eintaucht und es entsprechend unruhig ist. Das Heck tänzelt und es gibt kein so sattes Gefühl. Aktuell traue ich mich bei der Fahrwerksunruhe nicht, aus hoher Geschwindigkeit voll reinzulangen.

 

Da nach meinem Kenntnisstand eine 120er Gabel eingebaut ist, würde ich einen Negativfederweg von 39mm anpeilen. -- Das liegt zwischen den 30 und 35%.

Doch wie lang ist der Federweg hinten eigentlich? Auch 120? Dann würde ich auch da Mittig einstellen auf 36mm.

++


Geschrieben

Zum Verstellen der Federvorspannung den Stecker abziehen, anschließend wieder aufstecken, fertig.

Die Tatsache dass die Gabel bei Vollbremsung bis kurz vor Anschlag einfedert ist normal; daraus folgt nicht automatisch eine Fahrwerksunruhe. Wenn Du so stark bremst dass das Hinterrad anfängt abzuheben ist es genauso normal das es unruhig wird. Was hast Du erwartet? Wenn Du voll reinlangen möchtest ohne das was passiert solltest Du das ABS auf eine entsprechend weniger aggressive Stufe einstellen. Dann bremst es aber auch weniger stark.

Kai

++


Geschrieben

Manchmal gibt es Fragen, da wird mir erst klar, warum es diese Hinweise in der Bedienungsanleitung gibt 😉

 

2020-04-06 11_53_00-SBK_1299_S_ABS_DEU_MY15.pdf.png

Federweg hinten gem. Bedienungsanleitung 130mm

Zitat

Da fiel mir auf, dass die Gabel bis auf etwa 1,5-2cm vor Gabelfuß eintaucht

Da sind aber noch Reserven. Die 1299s fand ich sogar ausgesprochen stabil auf der Bremse mit stabilem Heck. Du musst halt auch schauen, was sind deine Einstellungen für Zug-und Druckstufe

++


Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb 9to10:

Manchmal gibt es Fragen, da wird mir erst klar, warum es diese Hinweise in der Bedienungsanleitung gibt 😉

 

2020-04-06 11_53_00-SBK_1299_S_ABS_DEU_MY15.pdf.png

Federweg hinten gem. Bedienungsanleitung 130mm

Da sind aber noch Reserven. Die 1299s fand ich sogar ausgesprochen stabil auf der Bremse mit stabilem Heck. Du musst halt auch schauen, was sind deine Einstellungen für Zug-und Druckstufe

Jaja... 😋 Habe ich gelesen. Ich soll zum Freundlichen. Der soll das machen. -- Auf 148 steht, wie und was die Zug- und Druckstufen so machen können und wie man das einstellt. Das ist soweit erstmal völlig okay für mich. Zug und Druckstufe ist im "Default" Modus. Da habe ich noch nicht dran gespielt. -- Hab die S ja grade wegen des elektronischen FWs gekauft. Soweit finde ich sie auch zufriedenstellend (also auf der LS; allerdings fahre ich da ja auch nicht auf Attacke und Knie runter).

Die 130mm habe ich überlesen. Danke!

 

vor 40 Minuten schrieb lunschi:

Zum Verstellen der Federvorspannung den Stecker abziehen, anschließend wieder aufstecken, fertig.

Die Tatsache dass die Gabel bei Vollbremsung bis kurz vor Anschlag einfedert ist normal; daraus folgt nicht automatisch eine Fahrwerksunruhe. Wenn Du so stark bremst dass das Hinterrad anfängt abzuheben ist es genauso normal das es unruhig wird. Was hast Du erwartet? Wenn Du voll reinlangen möchtest ohne das was passiert solltest Du das ABS auf eine entsprechend weniger aggressive Stufe einstellen. Dann bremst es aber auch weniger stark.

Kai

Klar geht es runter. -- Mir war halt nur, als müssten etwa 3cm Reserve nach unten bleiben.

ABS ist auf 2 eingestellt. Laut Handbuch kommt da das Heck hoch. Konnte ich also mit rechnen.

 

Vielen Dank für die Antworten! 

++


Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb Papavonvier:

Jaja... 😋 Habe ich gelesen. Ich soll zum Freundlichen. Der soll das machen. -- Auf 148 steht, wie und was die Zug- und Druckstufen so machen können und wie man das einstellt. Das ist soweit erstmal völlig okay für mich. Zug und Druckstufe ist im "Default" Modus. Da habe ich noch nicht dran gespielt. -- Hab die S ja grade wegen des elektronischen FWs gekauft. Soweit finde ich sie auch zufriedenstellend (also auf der LS; allerdings fahre ich da ja auch nicht auf Attacke und Knie runter).

...

Durch Änderungen an den Dämpfungseinstellungen wirst Du da aber nicht viel bewirken. Bei einer richtigen Vollbremsung die über mehrere Sekunden geht macht die Dämpfung kaum noch was aus weil Gabel und Federbein dann nicht mehr viel arbeiten (es sei denn das ist auch noch auf holprigem Untergrund).

Kai

 

++


Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Papavonvier:

Jaja... 😋 Habe ich gelesen. Ich soll zum Freundlichen. Der soll das machen. -- Auf 148 steht, wie und was die Zug- und Druckstufen so machen können und wie man das einstellt. Das ist soweit erstmal völlig okay für mich. Zug und Druckstufe ist im "Default" Modus. Da habe ich noch nicht dran gespielt. -- Hab die S ja grade wegen des elektronischen FWs gekauft. Soweit finde ich sie auch zufriedenstellend (also auf der LS; allerdings fahre ich da ja auch nicht auf Attacke und Knie runter).

Die 130mm habe ich überlesen. Danke!

 

Klar geht es runter. -- Mir war halt nur, als müssten etwa 3cm Reserve nach unten bleiben.

ABS ist auf 2 eingestellt. Laut Handbuch kommt da das Heck hoch. Konnte ich also mit rechnen.

 

Vielen Dank für die Antworten! 

Lass dich nicht ärgern 😉

Ferndiagnosen sind schwer. Der eine glaubt, er hätte eine Vollbremsung gemacht, der andere hält das für ein sanftes Antippen der Bremse. Ich glaube, dass ich auf der Straße nur äußerst selten mal in Bereich vorgedrungen bin, die Auf der Rennstrecke normal sind.

 

++


Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb lunschi:

Durch Änderungen an den Dämpfungseinstellungen wirst Du da aber nicht viel bewirken.

Was auch nicht die Aussage war - zumindest nicht meine isoliert betrachtet. Genausowenig bekommst du eine Unruhe im Heck beim Anbremsen allein durch Änderung der Vorspannung weg. 
Im Grunde zielt meine Aussage nur dahin, dass ich zu wenig von seinem Setting, seiner Fahrweise, Gewicht - und was sonst noch so reinspielt - weiß.

++


Geschrieben

1299, 92-95kg, hatte ebenfalls ein unruhiges Heck (RS). Falls du dich da wieder erkennst:

Hab auf 10.5er Federn gewechselt, bin von 8 auf 2 Undrehungen Vorspannung runter und musste in Folge noch die Zugstufe überarbeiten lassen. Seitdem ist sie deutlich Bremsstabiler. Vielleicht hilft es dir ja...

++


Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Papavonvier:

Da nach meinem Kenntnisstand eine 120er Gabel eingebaut ist, würde ich einen Negativfederweg von 39mm anpeilen.

Nur noch als Anmerkung weil du nur allgemein „Negativederweg“ geschrieben hast. 40mm als Renndurchhang / Race Sag / N2 / „Negativfederweg mit Fahrer„ ist korrekt.

Nicht das du den vom Eigengewicht des Motorrads allein misst. (Nur um Missverständnissen vorzubeugen.)

++


Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb greeco-k:

1299, 92-95kg, hatte ebenfalls ein unruhiges Heck (RS). Falls du dich da wieder erkennst:

Hab auf 10.5er Federn gewechselt, bin von 8 auf 2 Undrehungen Vorspannung runter und musste in Folge noch die Zugstufe überarbeiten lassen. Seitdem ist sie deutlich Bremsstabiler. Vielleicht hilft es dir ja...

Ja. Danke.

Ich liege bei 98 aktuell.. Tendenz fallend. 👍🏼😁

Wobei Zug- und Druckstufe ja noch immer vom System eingestellt werden soll. -- Ich spiele die Tage mal auf einer Strecke herum und versuche mal die Stufen von Harder bis Softest durch.

vor 2 Stunden schrieb greeco-k:

Nur noch als Anmerkung weil du nur allgemein „Negativederweg“ geschrieben hast. 40mm als Renndurchhang / Race Sag / N2 / „Negativfederweg mit Fahrer„ ist korrekt.

Nicht das du den vom Eigengewicht des Motorrads allein misst. (Nur um Missverständnissen vorzubeugen.)

Nein. Mit Fahrer gemessen. Allerdings ging ich davon aus, dass es 30-35% sein sollen für vorn. Was nach Taschenrechner 36 und 42mm ergibt. Die angepeilten 39mm habe ich als "goldene Mitte" genommen.

Ansonsten würde ich mal bei Franz Racing nachfragen, was die sagen, wie lange eine Überarbeitung dauert.

 

Vielen Dank!

++


Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Papavonvier:

 

Ansonsten würde ich mal bei Franz Racing nachfragen, was die sagen, wie lange eine Überarbeitung dauert.

Mich würde mal interessieren ob die denken, dass das überhaupt sinnvoll ist... fällt mir gerade auf ... 

Zum einen weißt du ja nicht wo die Elektronik (in dem Fall die Zugstufe) hinstellt. Zum anderen ist die Frage wie das ganze Elektronik Setup noch sinnvoll funktioniert wenn man da so eingreift. 🧐 nicht das es am Ende unterm Strich schlechter ist. Aber vielleicht ist es auch kein Problem. Frag mal und lass es uns wissen. Vielleicht haben das ein paar Leute hier ja schon gemacht. Gibt ja genug mit einer S.

++




Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb Papavonvier:

...

Wobei Zug- und Druckstufe ja noch immer vom System eingestellt werden soll. -- Ich spiele die Tage mal auf einer Strecke herum und versuche mal die Stufen von Harder bis Softest durch.

...

...das ist halt der Vorteil aber auch irgendwo ein Nachteil der elektronischen Systeme - die machen halt das was irgendein schlauer Programmierer mal für die beste Variante gehalten hat. Ob das jetzt für Dein Gewicht, Deine Fahrweise und so weiter wirklich passt weiß man nicht so richtig.

Daher würde ich Dir durchaus raten auch mal von den Standardeinstellungen abzuweichen das ist ja wiederum der Vorteil des Systems das man auch als Laie da bissl rumspielen kann ohne das man sich zu leicht verrennt. Und im Zweifel stellt man dann alles wieder auf Werksgrundeinstellungen zurück und ist damit wieder da wo man angefangen hat. Ich denke aber das lohnt sich in jedem Fall. Man lernt was über das Motorrad und meist findet man auch ein Setting das für einen selbst deutlich besser funktioniert als der Standard.

Kai

++


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